Hilden: Rat reduziert Staffelung der Ehrengaben

Hilden: Rat reduziert Staffelung der Ehrengaben

Der Stadtrat hat einstimmig die Richtlinien über die Verleihung von städtischen Ehrengaben geändert. Auf Wunsch der Politik wurde die Staffelung der verschiedenen Ehrengaben reduziert.

Das soll dazu beitragen, dass die Auszeichnungen ihren Stellenwert behalten. Denn die Stadt hat zahlreiche Möglichkeiten, verdiente Bürger auszuzeichnen, und hat davon in der Vergangenheit auch ausgiebig Gebrauch gemacht.

Die höchste Auszeichnung, die die Itterstadt zu vergaben hat, ist der "Ehrenpreis der Stadt Hilden". Er wird nur im Einzelfall vom Stadtrat verliehen und ist Ratsmitgliedern vorbehalten, die sich 40 Jahre im Rat der Stadt ehrenamtlich eingesetzt haben. Früher war der Ehrenpreis ein Goldring, erläutert Lutz Wachsmann, Leiter des Bürgermeisterbüros. Der Ring wurde als nicht mehr zeitgemäß abgeschafft und durch den Ehrenpreis ersetzt, der mit einem persönlichen Geschenk verbunden ist. Jüngster Preisträger ist Hans-Georg Bader. In der Vergangenheit wurden ausgezeichnet Karl Nogossek, Dr. Ellen Wiederhold, Dr. Karl-Detlev Göbel, Hans-Günter Eckerth, Jürgen Scholz und Hans-Heinrich Helikum.

Alternative gesucht

Der "Fabriciusteller" wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um das Wohl und das Ansehen der Stadt ganz besonders verdient gemacht haben sowie an Ratsmitglieder, die 30 Jahre dem Parlament der Bürgerschaft angehört haben. Diese Ehrung wurde zuletzt dem Heimatforscher Dr. Ernst Huckenbeck zuteil. Den "Fabriciusteller" gibt es bereits seit 1942. Bürgermeister Walter Schomburg wollte damals nicht Hitlers "Mein Kampf", sondern "etwas Bleibendes" bei besonderen Angelegenheiten verschenken. Kulturbeauftragter Hans Große schlug als Alternative ein Konterfei des berühmten Hildener Wundarztes Wilhelm Fabry (nach einem Ölgemälde von Albert Engstfeld) vor — auf Meißener Porzellan mit Widmung für damals 75 Reichsmark pro Stück.

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"Hervorragende Verdienste" um die Stadt und 20 beziehungsweise zehn Jahre Mitarbeit im Rat (oder 20 Jahre als sachkundiger Bürger in Fachausschüssen) belohnt die Kommune mit dem "Stadtwappenschild mit Fabricius-Medaille" in Gold beziehungsweise in Silber. Die Idee zu der Medaille mit dem Bildnis Fabrys und dem Stadtwappen hatte der Uhrmacher- und Optikermeister Trümpener. Als Vorlage diente die 1960 von Hans Peter Feddersen gestaltete Bronzebüste Wilhelm Fabrys.

Die "Stadtwappen und Fabricius-Medaille" gibt es in Gold (für Sonderfälle reserviert), Silber und in Bronze (fünf Jahre Ratsmitglied, zehn Jahre sachkundiger Bürger). Daneben kann die Stadt noch andere "Stadtwappenteller" in verschiedenen Ausführungen und Größen sowie sonstige Ehrengaben für Verdienste und Leistungen verleihen. Eine ist beispielsweise der Ehrenamtspass, mit dem ehrenamtlich Tätige alle zwei Jahre für den besonderen Einsatz für andere. ausgezeichnet werden.

Stadtrat beschließt

Vorschlagsberechtigt für die Ehrengaben sind der Bürgermeister und die Fraktionen des Stadtrates. Über die Verleihung von Ehrenpreis, Fabriciusteller, Stadtwappenschild mit Fabricius-Medaille in Gold und in Silber beschließt der Stadtrat, über die anderen entscheidet der Bürgermeister.

(RP/rl)
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