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Rat bewilligt 1,8 Millionen für Busch-Schule

Hilden : Rat bewilligt 1,8 Millionen für Busch-Schule

In den Sommerferien soll der Modul-Neubau an der Richrather Straße 134 bezugsfertig werden.

Der Stadtrat hat am Mittwoch (15.01.2020) in einer Sondersitzung 1,8 Millionen Euro für die Wilhelm-Busch-Schule am Standort Richrather Straße 134 freigegeben. Damit soll ein Neubau mit vier Klassen- und Nebenräumen finanziert werden. Die Grundschule besteht dort aus einem Haupt- und einem Nebengebäude. Letzteres ist ein maroder Holz-Pavillon, der durch einen zweigeschossigen Neubau an gleicher Stelle ersetzt werden muss. Das sollte noch im Sommer 2020 durch einen Modulbau geschehen, erläutert die Stadtverwaltung. Die meisten Anbieter hätten jedoch so gut zu tun, dass eine so kleine Baumaßnahme für sie uninteressant sei. Der Verwaltung sei es aber dennoch gelungen, Anbieter zu finden, die sich an einer Ausschreibung beteiligen würden. Nur müsse die noch im Januar erfolgen. Nächstes Problem: Die im Haushaltsplan eingeplanten 990.000 Euro reichten bei weitem nicht aus. Die Verwaltung geht jetzt davon aus, dass zusätzlich 810.000 Euro nötig sind.  Damit würden sich die Investitionskosten auf 1,8 Millionen Euro fast verdoppeln. Und damit ist die in einem zweiten Schritt geplante Erweiterung der Mensa noch nicht einmal enthalten. Was das kosten wird, kann die Verwaltung aktuell noch nicht einmal schätzen. Für die Vorbereitung des Neubaus muss zunächst der rote, marode  Pavillon abgebrochen werden. Das soll voraussichtlich in den Osterferien geschehen. Die Klasse aus dem Pavillon wird vorübergehend in das Obergeschoss des Hauptgebäudes ziehen. Der Neubau ist ein Stahlsystembau. Die einzelnen Raumeinheiten sind vormontiert und werden mit Schwerlastern fertig auf die Baustelle geliefert. Das spart Zeit und soll gewährleisten, dass der Neubau in den Sommerferien auch bezugsfertig wird. Das Flachdach wird begrünt, die Fassaden erhalten Alu-Holz-Fenster. Als Dämmung ist Mineralwolle vorgesehen. Eine ökologische Luft-Wasser-Wärmepumpe übernimmt die Wärmeversorgung. Dazu kann die vorhandene Gasbrennwerttherme genutzt werden. Der Neubau entspricht der aktuellen Energiesparverordnung und verfügt über eine deutlich bessere Wärmeisolierung als der Altbau. Deshalb werde er die Klimabelastung im Ergebnis nicht erhöhen, sagt die Verwaltung. Die Klimarelevanz muss jetzt bei jedem Neubau-Projekt ausgewiesen werden, hat der Stadtrat beschlossen.