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"Projekt korrekt": Polizei hat Fußgänger und Radfahrer im Auge

Hilden : Polizei hat die „schwachen Verkehrsteilnehmer“ im Blick

Bei einer weiteren Aktion des „Projekt korrekt“ nahm die Polizei am Dienstag gezielt das Verhalten von Fußgängern und Radfahrern unter die Lupe. In Langenfeld, Hilden und Ratingen wurden 30 Anzeigen und 79 Verwarngelder verhängt.

Der Schwerpunkt-Einsatz der Kreispolizei sollte die Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern im öffentlichen Straßenverkehr verbessern helfen. Mehr als 60 Einsatzkräfte aus der ganzen Kreispolizei, tatkräftig unterstützt von Kräften der Bereitschaftspolizei Köln, waren Dienstagvormittag in den Städten Ratingen, Hilden und Langenfeld tätig. Gleichzeitig ahndeten die Polizisten auch Verstöße von Kraftfahrzeugführern, die die allgemein als schwächer bekannten Verkehrsteilnehmer behinderten oder sogar gefährdeten. Thematisch begleitet wurden diese Kontrollmaßnahmen von einem polizeilichen Präventionsstand in der Ratinger Fußgängerzone, unter Beteiligung des örtlichen Aktionsbündnisses Seniorensicherheit.

  Am Mittwoch zog die Kreispolizei Bilanz:   30 Anzeigen und 79 Verwarnungsgelder wurden verhängt. Gegen Fahrradfahrer, Fußgänger und Fahrzeugführer wegen diverser Verkehrsverstöße (insbesondere Verstöße gegen das Handyverbot, Gurtverstöße, Fehler beim Abbiegen, Vorfahrtverstöße). Dabei lag der Kontrollbereich Langenfeld mit 20 Anzeigen und 36 Verwarngeldern deutlich von Hilden (8 Anzeigen, 17 Verwarngelder) und Ratingen (2 Anzeigen, 26 Verwarngelder).  

Das „Projekt korrekt“ wurde 2012 initiiert. Fußgänger und Radfahrer besitzen keine Knautschzone und haben daher ein hohes Risiko, bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt zu werden. Der Schwerpunkt der polizeilichen Projekt-Aktionen liegt in den Städten Ratingen, Hilden und Langenfeld. Erkannte Ursachen von Radfahrunfällen sind zum Beispiel das Benutzen der falschen / verbotenen Fahrbahn, das Nichtbeachten des Rechtsfahrgebotes sowie unvorsichtiges Ein- und Anfahren in den Verkehrsraum. Fußgänger hingegen überschreiten oft Fahrbahnen, ohne überhaupt auf den Verkehr zu achten oder überqueren Fahrbahnen bei dichtem Verkehr an anderer Stelle, als sinnvoll und / oder vorgegeben (Fußgängerampel, Überweg). Zwischen März und November führt die Kreispolizei drei solcher Schwerpunkteinsätze durch.

Eine hohe Kontrollintensität soll nachhaltig auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in den Aktionskommunen einwirken. Konsequentes Einschreiten bei Verkehrsverstößen führt zu regelgerechterem Verhalten aller Verkehrsteilnehmer. Fehlverhalten gegenüber „schwachen Verkehrsteilnehmern" stehen im Fokus dieser Verkehrskontrollen, aber auch diese gefährdeten Personen selber bedürfen der besonderen Aufsicht und Überwachung.

(-dts)