Polizeirazzia gegen mutmaßliche Spielhallen-Betrüger

Großeinsatz in Hilden: Polizei geht gegen mutmaßliche Spielhallen-Betrügerbande vor

Bei einem landesweiten Einsatz gegen mutmaßliche Spielhallen-Betrüger hat die Polizei mindestens drei Personen verhaftet. Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Aktion mit der Steuerfahndung ist Hilden.

Seit den Morgenstunden wimmelt es rund um die große Glücksspiel-Halle an der Hildener Niedenstraße vor Polizei und Einsatzkräften der Steuerfahndung. Anwohner schildern, mehrere Personen seien abgeführt worden. Grund des Aufgebots: Die Polizei NRW geht unter Federführung der Staatsanwaltschaft Hagen gegen eine mutmaßliche Bande türkisch-kurdischer Herkunft vor, die Spielhallen betreibt und dabei die Automaten so manipuliert haben soll, dass Steuern hinterzogen wurden.

Ein Polizeisprecher sagte auf Anfrage unserer Redaktion, es gehe um einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe. Die Bande habe die Automaten so manipuliert, dass diese deutlich weniger Umsätze anzeigten, als tatsächlich getätigt wurden. Entsprechend weniger Steuern seien angefallen.

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Der Einsatz, der noch bis in den Abend laufen soll betrifft neben Hilden auch die Städte Lüdenscheid, Dortmund, Hagen und andere NRW-Kommunen. Mehrere 100 Polizeibeamte sind aufgeboten worden, dazu 70 Einsatzkräfte der Steuerfahndung. Die Beamten beschlagnahmten Geld und Konten wurden gepfändet. Um das Geld abzutransportieren, habe man einige gepanzerte Fahrzeuge ordern müssen, sagte Polizeisprecher Timo Schäfer. Nach Informationen der Polizei sollen bisher drei Haftbefehle vollstreckt worden sein, genaueres könne man aber erst nach Ende des Einsatzes sagen.

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