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In der Nacht Mast umgefahren: Polizei Hilden ermittelt Unfallfahrerin

In der Nacht Mast umgefahren : Polizei Hilden ermittelt Unfallfahrerin

In der Nacht zu Mittwoch (28. April 2021) ist es gegen 1.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Straße An den Linden in Hilden gekommen. Dabei wurden das Unfallfahrzeug sowie ein Bushaltestellenmast schwer beschädigt. Die Unfallfahrerin war zunächst unerkannt geflüchtet.

Unfälle mit Fahrerflucht werden in NRW nur zu etwas 44 Prozent aufgeklärt. In diesem Fall hatte die Polizei jedoch Glück. In der Nacht zu Mittwoch (28. April 2021) ist es gegen 1.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Straße An den Linden in Hilden gekommen. Dabei wurden das Unfallfahrzeug sowie ein Bushaltestellenmast schwer beschädigt. Die Unfallfahrerin war zunächst unerkannt geflüchtet. Sie konnte jedoch am Vormittag vom zuständigen Verkehrskommissariat ermittelt werden. Jetzt erwartet sie ein Strafverfahren.

Gegen 1.30 Uhr wurde ein Anwohner durch einen lauten Knalls aus dem Schlaf gerissen. Als er aus dem Fenster schaute, sah er mitten auf der Fahrbahn ein augenscheinlich gerade verunfalltes Fahrzeug stehen. Zudem sah er eine Person, die aus dem Fahrzeug stieg und dann kurz darauf mit drei Passanten den Wagen auf eine Busspur schob. Als sich kurz darauf alle Personen von der Unfallstelle entfernten, alarmierte der Zeuge die Polizei.

Die Beamten fanden kurz darauf einen einen stark beschädigten eugeot 206 an der Haltestelle „Ohligser Weg“. An dem Wagen war das vordere linke Rad abgerissen, zudem war die Front eingedellt und die Antriebswelle herausgerissen. Der Schaden dürfte mehrere Tausend Euro hoch sein, schätzen die Beamten.

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Von dem Unfallverursacher fehlte jedoch ebenso jede Spur. Ebenso wie von den drei Personen, welche dabei geholfen hatten, den Wagen in die Busspur zu schieben.

Noch in der Nacht eingeleitete Ermittlungen an der Adresse der Fahrzeughalterin führten leider nicht zum Erfolg. Der Wagen wurde daraufhin von der Polizei sichergestellt und abgeschleppt.

Am Mittwochvormittag (28. April 2021) konnte das nun zuständige Verkehrskommissariat der Kreispolizeibehörde Mettmann den Fall jedoch „erfolgreich abschließen“ und die Halterin antreffen. Die 52-jährige Hildenerin gab in einer ersten Befragung zu, den Unfall selbst und ohne Fremdverschulden verursacht zu haben.

Ob die Frau zum Zeitpunkt des Unfalls betrunken war, ist aktuell noch nicht geklärt. Ebenso muss noch die Frage, geklärt werden, ob die Frau gegen die durch das Infektionsschutzgesetz geregelte Ausgangssperre verstoßen hat. Wegen der Verkehrsunfallflucht wurde ein Strafverfahren gegen die Hildenerin eingeleitet, zudem wird auch ihr Führerschein eingezogen werden.

Fahrerflucht wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Bei einem Unfall kann eine Alkoholisierung des Fahrers im Bereich von 0,3 Promille bereits als Straftat gelten.