Politik: Stadthalle Hilden wird vorerst kein Denkmal

Hilden : Politik: Stadthalle wird vorerst kein Denkmal

Die langjährige Vorsitzende des Museums- und Heimatvereins Elisabeth Harsewinkel hatte den Bürgerantrag gestellt.

Sechs Ratsfraktionen haben mit Mehrheit im Stadtentwicklungsausschuss den Bürgerantrag von Elisabeth Harsewinkel abgelehnt, die Stadthalle (erbaut 1978) unter Denkmalschutz zu stellen. Nur die Bürgeraktion votierte dafür.

Eine Unterschutzstellung würde Schwierigkeiten mit sich bringen, meinte Kevin Buchner (SPD): „Die Tiefgarage ist nicht ganz trocken. Würde etwas gemacht werden, ist der Denkmalschutz vom Tisch.“ Die Stadthalle präge Hilden, meinte Claudia Schlottmann (CDU). In den nächsten Jahren müssten einige Modernisierungen durchgeführt werden. Deshalb sei die CDU gegen den Antrag. Die Stadthalle von Architekt Hans Strizewski habe Voraussetzungen für eine Unterschutzstellung, sagte Ludger Reffgen (BA): „Wir sind im Zweifel dafür.“ Die Stadthalle sei ein „gelungenes Bauwerk“, betonte Rudolf Joseph: „Für Ende der 1970er Jahre.“ Die Freien Demokraten hätten nie den Abriss gefordert: „So lange es keine bessere Alternative gibt.“ Der Denkmalschutz verhindere Veränderungen an der Stadthalle. Deshalb sei die Allianz gegen den Bürgerantrag.

Was sagt denn der Landschaftsverband Rheinland zu dem Antrag?, wollte Susanne Vogel (Grüne) wissen. Der LVR werde von sich aus kein Gutachten erstellen, erläuterte Karin Herzfeld von der Unteren Denkmalbehörde: „Es kann aber sein, dass der LVR tätig wird, wenn ein Abriss oder Veränderungen anstehen.“ Maßnahmen, die das Erscheinungsbild verändern, seien nicht geplant. Eigentümer der Stadthalle ist die Stadt Hilden Holding, in der die Kommune ihre Beteiligungen gebündelt hat. Sie will die Stadthalle ab 2020 selber betreiben.

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