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Haan: Planung für Küchenfachmarkt stockt

Haan : Planung für Küchenfachmarkt stockt

Der Kreis hat schwerwiegende Bedenken gegen das Ostermann-Vorhaben. Planer sollen neu überlegen.

Die Planung für den Ostermann-Küchenfachmarkt geraten ins Stocken. Wie Technischer Beigeordneter Engin Alparslan gestern auf Anfrage der RP berichtete, hat der Kreis Mettmann "schwerwiegende Bedenken" gegen die Absichten Haans angemeldet, für den Bau der Spezialabteilung des Einrichtungshauses ein Waldstück zu opfern. Das grenzt an das Parkplatzgelände zwischen dem Möbelhaus und Trends an. Vor Jahrzehnten ist das Waldgelände als Ausgleichsfläche angelegt worden. Allerdings weiß heute niemand mehr so recht, für welchen Eingriff in die Natur das geschah.

Jetzt sei die Stadt angehalten, sich noch einmal Gedanken über Alternativen zu machen, sagte Alparslan. Es sei zwar möglich, an der bisherigen Planbegründung festzuhalten. "Aber dann könnte es schwierig werden, weil die Bezirksregierung auf den Kreis hören muss." Zumal der Einzelhandels-Standort Ostermann bei den Landesplanern eh ein schwieriges Thema ist: Eine Erweiterung der Verkaufsfläche war vor etwa zehn Jahren erst möglich, als ein Abstimmungsverfahren mit den Nachbarstädten nach 14 Jahren abgeschlossen werden konnte.

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Jetzt müssten "die Planer noch einmal die Köpfe zusammenstecken" und andere Möglichkeiten eruieren, zeigte der Haaner Baudezernent den nächsten Schritt auf. Danach werde die Haaner Politik wieder mit den Plänen konfrontiert. Das dürfte im Frühjahr der Fall sein. Insofern ist die im letzten Herbst vom Planungsausschuss beschlossene frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung vorerst vom Tisch.

Sehr wahrscheinlich wird auch der beabsichtigte Bau eines Kreisverkehrs im Bereich der Parkplatz-Zufahrt von Ostermann vorerst nicht verwirklicht. Obwohl nach Aussagen des Unternehmens die Verbesserung der Zufahrt unabhängig vom Küchenfachmarkt sein sollte. "Mit den Planungsüberlegungen gibt es jetzt wahrscheinlich erst mal wichtigeres als den Kreisverkehr", vermutete Alparslan.

Die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (AGNU) hatte angeregt, den Kreisverkehr nach Westen zu verschieben und die Einmündung der Kampheider Straße mit an den Kreisel anzuschließen. "Dann hätten wir fünf Zufahrten zum Kreisverkehr", entdeckte Alparslan einen Minuspunkt an diesem Vorschlag, "und müssten den Verkehr aufs Ostermann-Gelände zudem über die Kampheider Straße abwickeln."

Als Alternative zum Küchenstudio-Bauplatz schlagen die Naturschützer in ihrer Stellungnahme vor, den Parkplatz östlich des Auslieferungslagers, etwas oberhalb an der Landstraße gelegen, zu nutzen. Aber auch ein Küchenmarkt auf Stelzen über dem heutigen Parkgelände sei möglich. Den Hinweis auf die vielen dadurch entfallenden Parkplätze lässt Kübler nicht gelten. Viele Mitarbeiter parkten auf den eigentlich für die Kunden gedachten Flächen. Ostermann soll die eigenen Parkflächen optimieren.

(RP)