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Hilden: Pläne für Schweitzer-Gelände

Hilden : Pläne für Schweitzer-Gelände

Das Preisgericht hat den Entwurf von Meurer Architekten aus Frankfurt/Main mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Der 2. Preis ging an das Büro Stadtfreiraum aus Trier, der 3. Preis an Dragomir Stadtplanung aus München.

15 Architekturbüros legten Entwürfe für das Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule vor. Das Preisgericht aus fünf Stadtplanern beurteilte die Pläne, ohne deren Verfasser zu kennen. Die Jury vergab drei Preise und sprach zwei Anerkennungen aus.

Der mit 12 000 Euro dotierte erste Preis ging mit 4: 1 Stimmen an das Büro Meurer Architekten aus Frankfurt/Main. Das Quartier wird nur durch drei Stichstraßen erschlossen, um den Verkehr zu minimieren, erläuterte gestern Christina Meurer. Ein großer begrünter Platz erinnere an alte Dorfplätze. Vorgesehen seien 143 Wohneinheiten in Gebäuden mit maximal drei Geschossen, Mehrfamilien- und Reihenhäuser gemischt.

Sieben der zwölf Bäume könnten erhalten bleiben. Das Preisgericht habe besonders die Flexibilität des Entwurfs hervorgehoben, erläuterte Baudezernentin Rita Hoff. Der Plan lasse kleinteilige Veränderungen etwa bei den Haustypen zu, ohne dadurch die Gesamtstruktur in Frage zu stellen.

Der zweite Preis (9000 Euro) wurde dem Büro "Die Interessanten/Stadtfreiraum — Jochen Zimmermann" aus Tier zuerkannt. Er sieht 145 Wohneinheiten vor und ebenfalls einen zentralen Platz mit Café. Sieben der zwölf Bäume werden erhalten. Der dritte Preis (5000 Euro) ging an Dragomir Stadtplanung in München. Der Entwurf sieht vier Wohnhöfe vor, die über einen gemeinsamen Platz jeweils von innen erschlossen werden. Vorgesehen sind 168 Wohnungen. Das wurde vom Preisgericht als zu dicht bebaut kritisiert. Acht Bäume können erhalten werden. Eine Anerkennung sprach die Jury den Entwürfen von Büro für Architektur und Stadtplanung Inhaber Holger Möller (Kassel) und reicher haase asscociierte GmbH (Aachen) aus.

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Jetzt müsse die Politik von einem der drei preisgekrönten Entwürfe überzeugt werden, erläuterte Bürgermeister Horst Thiele die nächsten Schritte. Alle Ratsfraktionen mit Ausnahme der BA/CDf hatten an der Sitzung des Preisgerichts als Berater ohne Stimmrecht teilgenommen.

Die Preisträger-Entwürfe werden am Mittwoch, 13. Juni, um 19 Uhr im Foyer der Astrid-Lindgren-Schule (Standort Zur Verlach) bei einer Bürgerinformation vorgestellt und diskutiert. Der Stadtentwicklungsausschuss kommt am Mittwoch, 27. Juni, zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Empfehlung des Preisgerichts und die Ergebnisse der öffentlichen Diskussion zu beraten. Nach der Entscheidung für einen der drei Preisträger-Entwürfe muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das wird mindestens ein Jahr dauern.

"Vor 2014 wird dort nichts passieren", war sich der Bürgermeister sicher: "Wenn wir dort etwas für junge Familien tun wollen, können wir keine Spitzenpreise bei den Grundstücken erzielen." Alle ausgezeichneten Entwürfe lassen eine Umsetzung Stück für Stück zu. Thiele war mit dem Ergebnis des Städtebau-Wettbewerbs "sehr zufrieden": Die Entwürfe ließen sich "gut umsetzen". Die Fabricius-Halle und möglicherweise einige Schulpavillons sollen noch in diesem Jahr abgerissen werden. Auch das Schulgebäude muss weichen, das TuS-Vereinsheim bleibt erhalten.

(RP/rl)