Plädoyer gegen achtspurigen Ausbau der A3 zwischen Hilden und Opladen

Kommentar : Nein, die A3 sollte nicht ausgebaut werden.

Die Standspur der A3 zwischen Hilden und Leverkusen sollte als vierte Fahrspur ausgebaut und mit „Section Control“ ausgestattet werden.

Alltag auf vielen dreispurigen Autobahnen in Deutschland: Auf der Überholspur ganz links rasen die Schnellfahrer. Auf der mittleren Spur trödeln Pkw mit 100 km/h und missachten das Rechtsfahrgebot. Sie zwingen Lkw, sie entweder wie geboten links oder verbotenerweise rechts zu überholen. Der linke und der mittlere Fahrstreifen sind durch dieses Fahrverhalten meist voll. Auf der rechten Spur gibt es zwischen den Lkw häufig große Lücken. Verkehrsforscher haben gezeigt: Wenn alle Fahrzeuge auf allen Fahrstreifen mit gleichem Tempo (100 km/h) unterwegs sind, ist die Leistungsfähigkeit der Schnellstraße am höchsten. Es gibt kaum Spurwechsel, der Verkehr fließt ruhig. Die Standspur der A3 zwischen Hilden und Leverkusen sollte als vierte Fahrspur ausgebaut und mit einer Signalanlage versehen werden, um sie bei hohem Verkehrsaufkommen als vierte Spur nutzen zu können. Dazu muss aber auch ein überwachtes Tempolimit (Section Control) kommen, damit die maximale Leistungsfähigkeit der A3 erreicht wird.

Das eingesparte Geld (im Vergleich zum geplanten Ausbau auf vier Spuren plus Standstreifen) sollte genutzt werden, um für die Anwohner einen modernen und zeitgemäßen Lärmschutz (Flüsterasphalt plus Lärmschutzwände) zu schaffen. Auch wenn der vom Gesetzgeber nicht für solche Projekte vorgeschrieben ist.