Plädoyer für achtspurigen Ausbau der A3 zwischen Hilden und Opladen

Hilden : Ja, die A3 sollte achtspurig ausgebaut werden.

Den Standstreifen temporär zu öffnen, macht bei deutlich mehr Verkehr keinen Sinn – und ist sogar gefährlich.

Wenn wir jetzt nicht handeln, wird die Frage bald nicht mehr lauten: Wo lang fahren wir? Sondern: Wo stehen wir im Stau? Der Verkehr nimmt immer mehr zu, schon jetzt hat die A3 in unserer Region ihre täglichen Auftritte in den Verkehrsmeldungen im Radio und dadurch eine zweifelhafte Berühmtheit im ganzen Land erlangt. Dagegen muss dringend etwas unternommen werden.

Die Option, den Standstreifen nur temporär zu nutzen, macht nur dann Sinn, wenn der Verkehr bleibt, wie er momentan ist. Wenn aber die erwartete Steigerung eintritt, wird aus der Notlösung eine Dauerlösung. Und das darf nicht passieren. Wer schon einmal mit seinem Fahrzeug auf einer Autobahn liegen geblieben ist, weiß den Standstreifen zu schätzen. Sollte er wegfallen, besteht Gefahr für Leib und Leben.

Aber es gibt auch eine Schattenseite: Eingriffe in die Natur und die Randgebiete der A3 sind schmerzhaft. Es gibt aber leider keine andere Möglichkeit, die A3 zu verbreitern. Es müssen Grundstücke angekauft, es müssen Einschnitte in Waldgebiete hingenommen werden. Umweltschutz als Argument gegen den Ausbau anzuwenden, macht jedoch keinen Sinn: Denn wird nicht ausgebaut, verpesten die Autos im Stau die Luft. Dann sollen sie doch lieber schnell an ihrem Zielort ankommen.