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Hilden: Pfarrerin Güldner geht in den Ruhestand

Hilden : Pfarrerin Güldner geht in den Ruhestand

Seit über einem halben Jahr hat Pfarrerin Annette Güldner (50), tätig in der Evangelischen Kirchengemeinde Hilden an der Reformationskirche, ihren Dienst wegen einer Krankheit nicht mehr ausgeübt.

Jetzt verabschiedet sich die Pfarrerin ganz aus dem Gemeinde-Pfarrdienst und tritt zum 1. August in den Ruhestand. "Die Anforderungen lassen sich mit meiner dauerhaft eingeschränkten Gesundheit nicht länger vereinbaren", bedauert Güldner, der dieser Schritt nicht leichtgefallen ist.

In den 14 Jahren ihrer Tätigkeit in dieser Gemeinde seien ihr viele Menschen und Aufgaben eng ans Herz gewachsen. "Besonders vermissen werde ich sicher die Schulgottesdienste und die Arbeit mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden. Ich habe es immer als großes Glück erlebt, junge Menschen beim Erwachsen-Werden ein Stück ihres Weges begleiten und unterstützen zu dürfen. Dabei habe ich von den Kindern und Jugendlichen sicher mindestens genauso viel über den Glauben an Gott gelernt wie sie von mir." "Mit der Gemeinde zusammen will ich Gott für allen Segen danken, den er uns in der Zeit meines Dienstes hier geschenkt hat."

Das Presbyterium lädt im Anschluss an den Gottesdienst zu einem Empfang und Kaffeetrinken ein. Der Gottesdienst in der Reformationskirche wird am 9. Oktober ausnahmsweise am Nachmittag um 15 Uhr stattfinden. Schon im Jahre 2002 hatte das Presbyterium beschlossen, dass die notwendigen Einsparungen nicht allein zulasten der hauptamtlich Mitarbeitenden oder des Gebäudebestandes gehen dürften; auch bei den Pfarrern müsse bei nächster Gelegenheit reduziert werden. Diese Gelegenheit ergibt sich jetzt durch die Frühpensionierung von Pfarrerin Annette Güldner. Das Hildener Presbyterium beschloss in seiner Juli-Sitzung, den Kreissynodalvorstand zu bitten, er möge bei der Kirchenleitung die Aufhebung der dritten Pfarrstelle beantragen. Wenn die Kirchenleitung dem Antrag folgt, fällt keine volle Pfarrstelle weg, sondern nur eine bereits auf Zwei-Drittel-Umfang reduzierte. Pfarrerin Güldner hat eine 66-Prozent-Stelle inne.

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Die verbleibenden Pfarrer haben während der Sommerferien die Aufgabe, die Bezirksgrenzen neu zu justieren. Auch in Zukunft sollen alle Pfarrstelleninhaber annähernd gleich viele Gemeindeglieder betreuen und jeder Hildener Evangelische soll einen für ihn oder sie zuständigen Pfarrer haben.

Schon bisher konnte auf der Webseite der Hildener Gemeinde (www.evangelisches-hilden.de) unter "Informationen/Straßenliste" für jede Adresse nachgesehen werden, zu welchem Pfarrbezirk sie gehört. Die jetzt in Kraft tretenden Änderungen werden dort umgehend eingearbeitet. Auch das Gemeindeamt (Tel. 02103 984230) erteilt Auskunft.

(RP)