Patientenforum imEndoprothetik-Zentrum St. Josef Haan

Hilden : Patientenforum: Große OP mit kleinen Schnitten

Das Einsetzen eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks ist eine große Operation. Umso wichtiger ist es, diese so schonend wie möglich durchzuführen. Welche minimal-invasiven Verfahren es gibt, für wen sie geeignet sind und welche Vorteile sie bieten, erklären Operateure des Endoprothetikzentrums Rheinland Haan heute um 17 Uhr, in der Aula des St.

Josef Krankenhauses Haan, Robert-Koch-Straße 16. Außerdem ziehen sie ein Fazit der ersten drei Jahre seit der Zertifizierung des Zentrums. Eine Anmeldung zu der kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich. „Wir möchten, dass unsere Patienten nach den Operationen wieder schnell auf die Beine kommen und das Gelenk belasten können“, sagt Dr. Wolfram Habel, Leiter des Endoprothetikzentrums. „Dafür ist es wichtig, auch die das Gelenk umgebenden Strukturen wie Muskeln, Sehnen und Gelenkkapsel während des Eingriffs zu erhalten.“ Möglich macht das bei Hüft-Endoprothesen die sogenannte SuperPath-Technik. Dabei ist nur ein vergleichsweise kleiner Hautschnitt nötig und das Gelenk wird während des Eingriffs nicht ausgerenkt. Die Patienten haben dadurch weniger Schmerzen, können oft bereits am OP-Tag wieder aufstehen und sind beweglicher. Wie genau das Verfahren funktioniert, erklärt Dr. Gunnar Schauf, stellvertretender Departmentleiter Orthopädie. Bei Kniegelenken genügt es häufig, nur die tatsächlich geschädigten Bereiche des Gelenks mit einer Schlittenendoprothese zu versorgen, die minimal-invasiv eingesetzt werden kann. Für welche Patienten das eine Option ist, erklärt Dr. Justus Stadler, Departmentleiter Orthopädie. Abschließend geht Dr. Wolfram Habel auf die Zertifizierung des Endoprothetikzentrums ein. Vor drei Jahren hat das St. Josef Krankenhaus Haan das Zertifikat erstmals erhalten. Dieses steht nicht nur für hohe Qualität und Patientensicherheit, sondern auch für eine regelmäßige Überprüfung des Zentrums durch externe Spezialisten.

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