Hilden: Ost und West klingen zusammen

Hilden: Ost und West klingen zusammen

Das Avram Ensemble und der Kammerchor Collegium Vocale musizieren.

In einer Zeit, in der religiöse Differenzen gerade von nicht-religiöser Seite hochgespielt werden, betonte das Konzert des Avram Ensemble mit dem Hildener Kammerchor Collegium Vocale am Sonntag in der Reformationskirche die Gemeinsamkeiten zwischen den Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Volker Dax, Dirigent des Kammerchors, erklärt: "Unser gemeinsames Konzert möchte den Raum der Reformationskirche als kulturellen und spirituellen Raum allen Menschen öffnen.

" Dies ist zweifellos gelungen. In der Musik des Avram-Ensemble mit der charismatischen Sängerin Schirin Partowi trafen sich östliche und westliche, jüdische, christliche und islamische Klangwelten zu einem Stil zwischen ruhiger Meditation und impulsivem Tanzrhythmus. Im Dialog dazu stand der klassische Kammerchor mit Werken von Ravel und Monteverdi, die - von unterschiedlichen Positionen aus gesungen - den Kirchenraum zum Klingen brachten. Gemeinsam musizierten Chor und Ensemble Psalmenvertonungen der Reformationszeit mit deutschen und türkischen Texten.

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Erstaunlich, wie gut sich evangelische Kirchenlieder mit orientalischen Tönen verbinden. Die Musik des Avram-Ensemble, getragen von der Klarinette und der Ney, einer türkischen Flöte, schaffte mühelos den Übergang zwischen orientalischen Tönen, Klezmer-Anklängen mit einem hervorragenden Solo des Klarinettisten Peter Ehm, und traditionell-abendländischen Gesängen des Kammerchores.

(RP)