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Hilden: Ortsbus: Vertrag verlängert

Hilden : Ortsbus: Vertrag verlängert

Die Verkehrsgesellschaft der Stadtwerke Hilden hat mit dem VRR und der Rheinbahn den Vertrag für die Ortsbuslinie O3 verlängert. Rund 670 000 Fahrgäste pro Jahr nutzen die innerstädtische Nord-Süd-Verbindung.

Das Hildener Stadtgebiet wird durch sechs Regional-, zwei Disco-Linien sowie die Ortsbuslinie O3 erschlossen. Sie verbindet in etwa 25 Minuten den Norden der Stadt (Institut für öffentliche Verwaltung, Hochdahler Straße) via Bahnhof Hilden mit dem Süden der Itterstadt (Erika-Siedlung). Die Fahrgastzahlen seien seit Jahren stabil bei rund 670.000 Fahrgästen pro Jahr, sagte Heike Schuster, Pressesprecherin der Rheinbahn.

Rheinbahn bis 2019 betraut

Betreiber der Ortsbuslinie ist die Verkehrsgesellschaft der Stadtwerke Hilden. Der Grundlagenvertrag mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wurde zum 1. Juli geändert, bestätigte Norbert Danscheidt, Erster Beigeordneter der Stadt Hilden. Dabei sei es jedoch nur um Formalien gegangen. Die Rheinbahn wurde mit dem Betrieb der Ortsbuslinie O3 bis 2019 betraut. Die Verluste von 250.000 bis 280.000 Euro pro Jahr könne die Stadt-Hilden-Holding steuermindernd geltend machen, erläutert Danscheidt. Zum Vergleich: 2003 mussten die Stadtwerke Hilden der Rheinbahn für den Betrieb noch rund 370.000 Euro pro Jahr überweisen.

Bei der Einrichtung der Ortsbuslinie hagelte es Kritik an dem vermeintlichen "Geisterbus", der anfangs nur wenige Fahrgäste hatte. Das hat sich gründlich geändert. 2003 war die Hildener O3 eine der erfolgreichsten von 22 Ortsbuslinien im Kreis Mettmann, zeigte eine Untersuchung von Kreis Mettmann, Rheinbahn und Bergischer Universität Wuppertal.

Heute nutzen rund 1200 Fahrgäste die O3 pro Wochentag in Richtung Erikasiedlung und etwa 1100 in Richtung Verwaltungsinstitut. Die meisten Fahrgäste werden auf dem Stück zwischen Bahnhof Hilden und Fritz-Gressard-Platz gezählt (rund 750 pro Wochentag).

Fahrgast-Analysen zeigen: Die O3 wird morgens von Berufspendlern und Schülern auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule benutzt. Vormittags fahren Bürger mit der Linie in die Stadt zum Einkaufen. Am frühen Nachmittag nehmen zahlreiche Schüler die O3 für den Heimweg. Abends fahren Pendler mit ihr zurück nach Hause. Das sorgt für drei "Spitzenzeiten" morgens, mittags und abends. Deshalb setzt die Rheinbahn seit 2008 größere Solobusse mit 15 bis 20 Plätzen mehr als bisher ein. Die RP hatte zuvor darüber berichtet, dass Schüler vielfach morgens an Haltestellen stehengeblieben waren, weil der überfüllte Bus vorbeifuhr.

Zum letzten Fahrplan-Wechsel am 12. Juni dieses Jahres richtete die Rheinbahn an der Haltestelle "Hilden S-Bahnhof" ganztägig eine Anschlussgarantie für Fahrgäste ein, die von der Ortsbuslinie O3 (in beide Richtungen) auf die Linie 784 in Richtung Benrath umsteigen.

(RP)