Omas gegen rechts: erste Gruppe im Kreis Mettmann

Hilden : „Omas gegen rechts“ werden aktiv

Der Aufmarsch rechter Kräfte in Mettmann führt zur Neugründung einer Initiative.

Der rechtsgerichtete Aufmarsch in Mettmann im März hat viele schockiert und zu Gegenprotesten geführt. Eine davon: eine Regionalgruppe „Omas gegen rechts – Kreis Mettmann“ hat sich gegründet. Die Gruppe setzt Zeichen für „no racism in ME“ und engagiert sich für Demokratie und Menschenwürde, für Gleichberechtigung und ein sozial gerechtes Miteinander. Missstände in Politik und Gesellschaft sollen dabei  öffentlich gemacht werden.

Dabei dürfen nicht nur Omas, sondern alle gern mitmachen. Es geht um eine gemeinsame starke Stimme für die Zukunft nachfolgender Generationen. „Denn vielleicht werden die Kinder und Enkelkinder eines Tages fragen: Was habt ihr getan?“, merkt Veronika John-Wickel an.

Gegründet wurden die „Omas gegen Rechts“ in Deutschland Anfang 2018, inspiriert von der bereits seit November 2017 in Wien aktiven Gruppe mit dem gleichen Namen. Es ist eine zivilgesellschaftliche überparteiliche Initiative, die sich in den politischen Diskurs einmischen will.

Die „Omas gegen rechts“ setzen sich für eine demokratische, rechtsstaatlich organisierte, freie Gesellschaft ein und treten faschistischen Tendenzen, Fremdenfeindlichkeit, der Ausgrenzung Behinderter, alter Menschen und Ausländer entgegen, wenden sich gegen Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Sozialabbau. Inzwischen haben sich bereits rund 50 Regionalgruppen in Deutschland gegründet.

Als erste Aktvität  setzte die neue Regionalgruppe in Hildens Fußgängerzone mit der Aktion „Politik mit Herz“ ein Zeichen für ein buntes, weltoffenes Miteinander. Weitere Aktionen sind in Planung. So werden zum 70. Geburtstag der deutschen Verfassung in Kürze in Mettmann 70 Exemplare des Grundgesetzes verteilt.

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