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Null-Toleranz-Strategie: Polizei stoppt illegales Autorennen in Hilden

Hilden : Polizei stoppt illegales Autorennen in Hilden

Zwei 20-Jährige heizen mit 100 km/h über die Berliner Straße und überholen sich dabei mehrfach – alles unter den Augen der Polizei, die beide später anhält und die Führerscheine einkassiert.

Mit 100 Sachen durch die Stadt – die Polizei hat am frühen Sonntagmorgen ein illegales Autorennen in Hilden beobachtet und den beiden Kontrahenten die Führerscheine abgenommen. Die beiden erwartet nun ein Strafverfahren, teilten die Beamten mit.

Demnach sind zwei 20-Jährige gegen 5.45 Uhr auf der Berliner Straße mit hohem Tempo in Richtung Düsseldorf unterwegs, als die Streifenbeamten auf die beiden Mercedes aufmerksam werden. Die beiden Autos stoppen an einer roten Ampel. Dort lassen die Fahrer die Motoren aufheulen und geben Vollgas, als die Ampel auf Grün springt.

„Die Polizisten verfolgten die beiden Fahrzeuge in gebotenem Abstand, welche sich nun bei einer Geschwindigkeit von rund 100 km/h bei erlaubten 50 km/h wechselseitig mehrfach überholten“, erklärte ein Polizeisprecher. Als die beiden Mercedes-Fahrer in Benrath an der Kreuzung der Hildener Straße/Am Buchholzer Busch vor einer roten Ampel stoppen müssen, greifen die Polizisten zu.

Bei den beiden Autofahrern handelt es sich laut Polizei um zwei Hildener, die beide jeweils noch weitere Beifahrer im Auto dabei hatten. „Ihnen wird die Teilnahme als Kraftfahrzeugführer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen vorgeworfen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf stellten die Beamten die Führerscheine der beiden Fahrer sicher. Auf sie warten nun Strafverfahren“, erklärte der Polizeisprecher weiter.

Der Gesetzgeber hat 2017 die Strafen für illegale Autorennen verschärft. „Der neu geschaffene Paragraph 315d des Strafgesetzbuches stellt bereits die Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen unter Strafe. Die Strafe kann bis zu zwei Jahren Haft betragen. Wenn Menschen dadurch schwer verletzt werden oder gar tödlich verunglücken, drohen bis zu zehn Jahre Haft“, erklärte der Polizeisprecher weiter. Darüber hinaus können die Autos beschlagnahmt werden, auch wenn sie dem Fahrer nicht gehören.

Die Polizei leitet schon bei einem Anfangsverdacht der Teilnahme an illegalen Rennen im Straßenverkehr Strafverfahren ein. Dabei gelte eine Null-Toleranz-Strategie. „Menschen, die aus eigensüchtigen Motiven durch ihr Rasen das Leben von Unbeteiligten gefährden, werden durch die Polizei konsequent verfolgt“, erklärte der Polizeisprecher. In Hilden sei über eine Autorennszene nichts bekannt, erklärte der Polizeisprecher weiter. „Wir behalten die Entwicklungen aber im Blick.“