Hilden: Neustart bei Weihnachtsmarkt

Hilden: Neustart bei Weihnachtsmarkt

Der Hildener Rat hat den Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Stadtmarketing GmbH ab 2011 die Veranstaltung organisiert. BA, FDP und dUH fehlt ein Konzept. Wer 2010 die Regie übernimmt, ist noch offen.

Die Hildener Stadtmarketing GmbH soll den Hildener Weihnachtsmarkt 2011 organisieren. Diesen "Grundsatzbeschluss" fasste jetzt der Rat mit der Mehrheit seiner Mitglieder. Bürgeraktion (BA) und FDP hatten zuvor vergeblich versucht, die Entscheidung auf die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu vertagen. Vom Grundsatz her sei seine Fraktion bereit, Stadtmarketing-Geschäftsführer Volker Hillebrand die Aufgabe zu übertragen, sagte Rudolf Joseph (FDP). Zuvor aber wollten die Liberalen ein Konzept sehen. Das soll, wie Friedhelm Burchartz ausführte, unter anderem Auskunft darüber geben, ob das Stadtmarketing die Finanzierung aus seinem Etat stemmen könne oder ob Zusatzkosten auf die Stadt zukommen. Des weiteren will die FDP wissen, wer die Hütten kauft, was dafür an Miete zu zahlen ist und welche Aussteller zugelassen werden. Eine weitere wichtige Frage: Bleibt es bei der bisherigen Regel, dass sich die Hildener Vereine am Markt beteiligen können?

"Zehn Spiegelstriche"

Auch für BA-Fraktionschef Udo Weinrich waren die "zehn Spiegelstriche", die Hillebrand vorgelegt hat (siehe Infokasten), "kein überzeugendes Konzept". Zudem wies er darauf hin, dass noch nicht geklärt sei, wer den Weihnachtsmarkt 2010 organisiere. Als "stillos" bezeichnete er es, dass der Stadtmarketing-Geschäftsführer noch nicht mit Horst Welke gesprochen habe. In der RP hatte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft zwar angekündigt, er werde den Markt 2010 nicht mehr organisieren. "Eine offizielle Erklärung" habe es aber von Welke noch nicht gegeben, betonte auch Dr. Ralf Bommermann (dUH). Er sorgte für Lacher, als er mit Bezug auf die Diskussion um die Dreifachturnhalle bemerkte: "Ich bin nicht der Meinung, dass der Weihnachtsmarkt europaweit ausgeschrieben werden muss." Aber auch die dUH wolle mehr "Fundament" und nicht zum jetzigen Zeitpunkt "einen Freifahrtschein" erteilen.

SPD, CDU und Grüne sahen das anders. Sie folgten vielmehr den Einlassungen des Ersten Beigeordneten Norbert Danscheidt, dass ein Grundsatzbeschluss erst der Anfang der Diskussion sei und erst an dessen Schluss das Konzept stehe.

"Essentials"

Birgit Alkenings (SPD) bemerkte, die inhaltliche Ausrichtung sei ohnehin Sache der Gesellschafterversammlung. Dr. Peter Schnatenberg (CDU) sah die vom Stadtmarketing vorgelegten zehn Punkte lediglich als "Essentials" an. Und Klaus-Dieter Bartel (Grüne) zeigte sich sicher, "dass wir unsere Meinung stärker einbringen können als bisher bei der Werbegemeinschaft". Und er bemerkte, die jetzt gegenüber dem Stadtmarketing an den Tag gelegte "kritische Haltung" sei der Werbegemeinschaft gegenüber "nie vorhanden" gewesen.

(RP)