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Haan: Neues Rohr für den Sandbach

Haan : Neues Rohr für den Sandbach

Zwischen Böttingerstraße und Friedensheim-Gelände soll ein neuer Weg für den Bach gebohrt werden. Nach vielen Jahren voller Planungen und Verhandlungen werden derzeit letzte Fragen geklärt.

Der Sandbach in Haan bereitet Tiefbau-Spezialisten Kopfzerbrechen. Zwischen der Böttingerstraße und dem Friedensheim verläuft der Bach seit vielen Jahrzehnten unterirdisch in einem Rohr. Und das ist so stark beschädigt, dass selbst ein Kamera-Roboter nicht mehr hindurch passte. Jetzt scheint es Chancen zu geben, das mit 541 000 Euro im Investitionsprogramm eingetragene Sanierungsprojekt nach vielen Jahren der Planung endlich umzusetzen.

Der Sandbach verläuft unterhalb des Baumarkt-Parkplatzes, unterquert die Bahnstrecke und eine alte Hausmülldeponie am Schiensbusch. Im Tal auf dem Friedensheim-Gelände kommt das Wasser wieder ans Tageslicht. Ursprünglich war vorgesehen, die Verrohrung innerhalb des alten Verlaufs zu erneuern. Weil es nicht gelang, den Eigentümer des Baumarkt-Grundstückes für die Sanierung zu gewinnen, suchte das Tiefbauamt nach Alternativen.

Laser führt das Bohrwerkzeug

"Der neue Verlauf der Sandbach-Verrohrung spart das Baumarkt-Gelände ganz aus", erläuterte Tiefbauamtsleiter Guido Mering im Gespräch mit der Rheinischen Post. Jetzt soll das neue Rohr unterhalb öffentlicher Flächen verlaufen. Derzeit laufen noch Gespräche zwischen der Stadt, dem Kreis und einem Privateigentümer, dessen Gelände auf einem kurzen Stück metertief unter der Oberfläche gekreuzt werden müsste.

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Das Bauvorhaben wird aufwändig sein. Im Bereich der Straße Zum alten Güterbahnhof wird zunächst eine Pressgrube gebaut. Dort wird eine riesige "Bohrmaschine" installiert, die im Vortrieb Platz für ein neues Rohr mit 1,60 Meter Durchmesser schafft. "Das kann man sich vorstellen wie eine U-Bahn-Baustelle im Kleinen", beschrieb Mering die Bautechnik. Damit die neue Führung des Baches auch genau den Plänen entspricht, wird moderne Laser-Messtechnik eingesetzt. Die richtet das Bohrgerät genau aus und führt es zentimetergenau über den geplanten Rohrweg. Die neue Trasse wird mit etwa 140 Meter etwas kürzer sein als die alte Verrohrung.

Wasser sucht sich noch seinen Weg

Die alte Bach-Leitung ist irreparabel zerstört. Risse im Rohr verlaufen oben, unten und an beiden Seiten in Längstrichtung. Ein Durchfahren mit dem Kameraroboter war nicht mehr möglich, berichtete Mering. Dadurch fließt das Sandbachwasser unaufhörlich in den Untergrund – und das vermutlich schon seit vielen Jahren. Schon Anfang der 1990-er Jahre wurden erstmals Schäden entdeckt. . "Wasser findet einen Weg", weist der Tiefbauingenieur. Trotzdem müsse der reguläre Abfluss Ziel des Unternehmens sein. Darauf hat auch die Bezirksregierung die Stadt hingewiesen und sie zur Sanierung aufgefordert. Sollte die alte Rohrleitung gänzlich einbrechen könnte es sein, dass der Sandbach sich im Kerbtal zwischen Tal- und Böttingerstraße aufstaut und im ungünstigsten Falle die Straße gesperrt werden müsste.

(RP)