Hilden Neues Kataster hilft bei der Dachbegrünung

Hilden · Begrünte Dächer haben viele Vorteile. Sie verhindern das Aufheizen, mindern Schäden durch Starkregen, bieten Insekten Lebensraum, binden Kohlendioxid und Feinstaub und verbessern so das Stadtklima.

 Begrünte Dächer wirken wie eine natürliche Klimaanlage für das Haus.

Begrünte Dächer wirken wie eine natürliche Klimaanlage für das Haus.

Foto: Matzerath, Ralph (rm)/Matzerath, Ralph (rm-)

Ob sich ein begrüntes Dach auch für sie lohnt, können Hausbesitzer jetzt schnell und einfach checken, berichtet Haus und Grund Hilden. Das Landesumweltamt hat ein neues Gründachkataster für NRW online gestellt (www.klimaanpassung-karte.nrw.de, Menü Gründachkataster) Die NRW-Karte ist im Stil vo Google Earth gestaltet. Der Nutzer kann in der Karte reinzoomen, um das Gebäude seines Interesses anzusteuern. Die Dächer der Gebäude werden dann farblich markiert, je nachdem, wie gut sie sich für eine Begrünung eignen. Wer ein bestimmtes Dach anklickt, bekommt viele weitere Informationen zu dessen Begrünbarkeit angezeigt. Neben der Dachfläche, der Dachneigung, und örtlichen Jahresniederschlagsdurchschnitt gibt es auch eine Einschätzung zur Sonnenexposition des Daches. Es wird eine Pflanzenliste angeboten, aus der hervorgeht, welche Pflanzen zur Begrünung dieses Daches besonders geeignet wären. Das System berechnet außerdem das Gewicht einer Dachbegrünung, das Potential für den Rückhalt von Regenwasser und wie viel Niederschlagswassergebühren sich damit sparen ließen. Auch wie viel CO2 und Feinstaub das Dach binden könnte, wird prognostiziert. Begrünte Dächer wirken wie eine natürliche Klimaanlage. Daher gibt das Gründachkataster auch eine Vorausberechnung an, welche mittlere Verdunstungskühlleistung im Jahr mit einer Begrünung eines Daches erreicht werden könnte. Und schließlich bietet das Online-Portal auch gleich noch eine Schätzung, was die Begrünung des fraglichen Daches ungefähr kosten würde. Eine Dachbegrünung konkurriert nicht mit einer verstärkten Nutzung von Photovoltaik, betont das Landesumweltamt. Vielmehr könnten sich Begrünung und Solarzellen gut ergänzen: „Die Vegetation kühlt die Solarzellen und macht sie effektiver, die Photovoltaik-Anlage schützt vor übermäßiger Austrocknung und Einstrahlung“, heißt es im Gründachkataster. Weitergehende Informationen rund um das Thema Begrünung am und auf dem Haus gibt es auf der Website www.mehrgruenamhaus.de.