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Neuer Blitzer geht im Kreis Mettmann in Testbetrieb

Mobile Geschwindigkeitsmessung im Kreis Mettmann : Neuer Blitzer geht in Testbetrieb

Der Anhänger überwacht mit zwei integrierten Messgeräte mit modernster Lasertechnik den Verkehr in beide Fahrtrichtungen gleichzeitig, teilt der Kreis mit.

In den kommenden Tagen startet das Straßenverkehrsamt eine einjährige Testphase mit einem neuen mobilen Geschwindigkeitsmessgerät, das „die Vorteile aus mobiler und stationärer Geschwindigkeitsüberwachung vereint“, wie der Kreis Mettmann mitteilt. Die neue Radarfalle wird abwechsend in allen kreisangehörigen Städten eingesetzt, hieß es.

Die „Enforcement Trailer Semistation TraffiStar S350“ der Firma Jenoptik lässt sich wie ein Anhänger bewegen und flexibel am Straßenrand aufstellen. Über die zwei integrierten Messgeräte mit modernster Lasertechnik kann der Verkehr in beide Fahrtrichtungen gleichzeitig überwacht werden. Bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird ein Foto erstellt und per Datenfernübertragung an den Kreis übermittelt. Aufgrund einer eigenen Stromversorgung ist ein autarker Einsatz an wechselnden Standorten über mehrere Tage und rund um die Uhr möglich. 

Bisher hat der Kreis Mettmann für seine 310 Messstellen mobile Messfahrzeuge im Einsatz. Diese messen überwiegend an Orten, die vermehrt von Fußgängern und Fahrradfahrern sowie besonders schutzwürdigen Personen wie Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen frequentiert werden, also an Kindertageseinrichtungen, Schulen, Altenheimen oder Krankenhäusern. Auch gibt es seitens der Bürger immer wieder Anregungen für neue Messstellen.

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24 stationäre Messanlagen, verteilt auf das gesamte Kreisgebiet, unterstützen die mobile Geschwindigkeitsmessung. Zusätzlich befinden sich zwei weitere stationäre Anlagen aktuell noch in den Baustellenbereichen auf der Autobahn A3 im Abschnitt zwischen Hilden und Langenfeld. Die stationären Messanlagen wurden überwiegend aufgrund von Beschlüssen der überörtlichen Unfallkommission in unfallträchtigen Bereichen installiert. Hauptunfallursache ist an diesen Stellen grundsätzlich überhöhte Geschwindigkeiten teilweise mit Schwerverletzten und/oder mit Todesfolge gewesen.

„Von den Autofahrern ungeliebt, erweisen sich diese Anlagen als Garant für mehr Sicherheit. Das zeigt ein Vergleich der Gesamtzahlen der Verkehrsunfälle im Bereich der ,Starenkästen’ vor und nach ihrer Einführung. Die Zahl der Unfälle nahm deutlich ab“, erklärt Kreissprecherin Daniela Hitzemann.

Für den Messbetrieb lasse sich der Anhänger vollständig auf den Wagenboden absenken. Dabei verschwinden die Räder in der gepanzerten Außenhülle, was Bewegung oder gar Abtransport durch Unberechtigte kaum zulässt, zusätzlich schützt ein Alarmsystem die Messtechnik vor Vandalismus.