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Neue Fahnen heißen Besucher in Hilden willkommen

An Hildens „Stadttoren“ : Fahnen heißen Besucher in Hilden willkommen

Elke Kasper hat die neuen Willkommensfahnen für Hilden entworfen. Sie hatte sich in einem Design-Wettbewerb gegen weitere Bewerber durchgesetzt.

Wer den Hildener Bahnhof verlässt, wird unmittelbar davor mit drei Flaggen in den Farben grün-weiß-rot empfangen. Bei der mittleren Fahne auf den drei Flaggenmasten handelt es sich um die Stadtfahne mit Stadtwappen, die allen Hildenern bekannt sein dürfte. Die anderen beiden sind die neuen Willkommensfahnen, welche die Hildener Bürger und Besucher von nun an den Ortseingängen begrüßen sollen. Gestaltet wurden sie von der Designerin Elke Kasper.

Bürgermeister Claus Pommer hatte Ende 2021 zu einem Design-Wettbewerb aufgerufen, eigene Fahnenentwürfe einzureichen. „Die Hildenerinnen und Hildener hatten so die Möglichkeit, ihre Heimatstadt aktiv mitzugestalten“, erklärt er. Eine Jury bestehend aus Bürgermeister Pommer, Kulturdezernent Sönke Eichner und der Verantwortlichen für Bildende Kunst in Hilden, Sandra Abend traf unter den Einsendungen eine Auswahl. Zwischen denen hatten dann die Bürger Gelegenheit, abzustimmen. 244 von 500 Teilnehmer entschieden sich deutlich für den Entwurf von Elke Kasper. Als Siegespreis erhielt die gebürtige Hildenerin ein Tablet.

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„Willkommen in Hilden“ steht groß auf Deutsch und klein in verschiedenen anderen Sprachen auf der Flagge. Im unteren Bereich der Flagge läuft der Fluss durch eine grüne Fläche. „Das ist der Rhein und der grüne Hügel das Bergische Land“, erklärt die Designerin. „Ich will damit zeigen, dass wir in Hilden dazwischen liegen und sozusagen das Tor zum Bergischen Land sind.“ Auf den Willkommensfahnen ist außerdem das Stadtwappen zu sehen sowie ein großes Herz, das aus vielen kleinen Herzen besteht. „Hilden ist divers, die Menschen hier sind offen und haben das Herz am rechten Fleck“, erläutert Kasper, die sich mit dem Entwurf kreativ ausleben konnte. In der ursprünglichen Version von Kasper sollte es eine Fahne mit „Willkommen in Hilden“, eine andere mit „Auf Wiedersehen Hilden“ geben. Die Stadt entschied sich schließlich nur für die Variante mit Willkommen, da das „Auf Wiedersehen“ auch missinterpretiert werden könne.

Für Bürgermeister Pommer sind die neuen Willkommensfahnen eine Visitenkarte für die Stadt. Es sei mit das Erste, was die Besucher an den Ortseingängen von der Stadt wahrnehmen würden. „Mir war es ein großes Anliegen, die Hildenerinnen und Hildener in die Entscheidung mit einzubeziehen“, sagt Pommer. „Heute ist die Botschaft, die sie gewählt haben, aktueller denn je: In Hilden könnt ihr euch wohlfühlen, unabhängig von Herkunft, Glaube oder Hautfarbe.“

Die neuen Flaggen heißen von nun an insgesamt acht Standorten im Stadtgebiet die Bürger und Besucher willkommen. Neben dem Bahnhof sind beispielsweise auch in Nähe des St.-Josefs-Krankenhauses Fahnen gehisst, bis Ende Juni sollen alle 25 Fahnen im Stadtgebiet verteilt sein, eine davon auch am Rathaus. Die neuen Flaggen sollen jedoch nicht die offizielle Stadtfahne mit dem Hildener Wappen ersetzen. Sie werde bei offiziellen Anlässen weiterhin genutzt. Bereits vor 22 Jahren, zum „Kulturjahr 2000“ wurden acht Stadteingänge als „Stadttore“ mit Fahnen und Kunstwerken besonders gestaltet. Ina Schwerdtfeger