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Neue Chemieräume am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Hilden

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Hilden : „Wieder richtig Bock auf Chemie“

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Hilden hat seine Chemieräume von Grund auf saniert. Rund 500.000 Euro wurden investiert. Schüler und Lehrer sind begeistert.

Womit kann man Chemielehrer so richtig glücklich machen? Neben engagierten und motivierten Schülern wohl am ehesten durch gut ausgestattete und moderne Unterrichtsräume für ihr Fach. Ganz offensichtlich beides haben ab sofort die Chemielehrer am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium an der Gerresheimer Straße: In dieser Woche weihten sie offiziell ihre neuen Chemieräume ein, die in den letzten Wochen und Monaten von Grund auf modernisiert wurden.

„Wir müssen uns mit unserem naturwissenschaftlichen Unterricht nicht mehr hinter anderen Schulen verstecken“, sagte Chemielehrer Dr. Stefan Bierbaum zufrieden. Jetzt könne man endlich „Labor“ zu den Unterrichtsräumen sagen, während vorher alles alt, gestrig und wenig inspirierend für Schüler und Lehrer gewesen sei. Nun aber bekomme man wieder „richtig Bock auf Chemie“. Der Mann hat immerhin den direkten Vergleich, war er doch vor seiner Zeit als Lehrer selbst im Labor tätig. „Das hier hat jetzt richtig viel mit der Realität zu tun“, schwärmte er.

Die evangelische Landeskirche als Träger der Schule hat in den Umbau der Chemie- und Lagerräume rund eine halbe Million Euro gesteckt und „alles umgekrempelt“, wie der zuständige Architekt Peter van de Sandt berichtete. Böden, Decken, Wände und Beleuchtung wurden modernisiert, und zwar nicht nur in der Etage der Fachräume, sondern auch darunter, um Anschlüsse und Kabel passend legen zu können. „Jeder Schrank, jeder Tisch ist neu. Es gibt einen fahrbaren Abzug und ein Digitalbord“, zählte er einige Neuerungen auf. Auch die Medienstationen für Gas und Strom über den Arbeitstischen der Schüler sind ab sofort flexibel einsetzbar.

„Wir haben nun alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und können ohne Rücksicht auf Verluste nach Herzenslust experimentieren“, sagte Chemielehrerin Frauke Schmitz, die mit den Schülern ihres Oberstufen-Leistungskurses Chemie die Einweihung der neuen Räume übernahm. Dabei machten sie aus Wasser Sekt und aus Kupfer Silber – kleine Experimente, die Lust auf mehr machen.  Der Gesundheit und Sicherheit der Schüler und Lehrer werde nun durch eine fachgerechte Lagerung der rund 760 Chemikalien in modernsten Sicherheitsschränken Rechnung getragen, betonte Schmitz. Ganz neue Unterrichtsreihen seien dadurch möglich, weil auch Gefahrstoffe richtig gelagert und mit giftigen Produkten unter dem modernen Abzug gearbeitet werden könne. Außerdem lasse sich der Unterricht besser vorbereiten, indem die notwendigen Materialien schon vorher sachgemäß bereitgestellt würden.

Chemielehrer Stefan Bierbaum spricht zudem die digitale Unterrichtstafel besonders an. „Hier können wir digital experimentieren und Versuche simulieren. Das kann für den Distanzunterricht sehr nützlich sein, wenn er noch mal kommen sollte“, fühlte er sich für die Zukunft gut aufgestellt.