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Hilden: Neue Allee im Hildener Norden

Hilden : Neue Allee im Hildener Norden

Die Stadt Hilden pflanzt im Frühjahr rund 100 Bäume. Zwischen Kosenberg und Lodenheide wurde der "Grüne Ring Nord" mit 40 Esskastanien und Walnussbäumen fortgesetzt.

Eine grüne Stadt ist Hilden zweifellos. Im Kataster des Grünflächenamtes sind rund 8800 Bäume, meist Laubbäume, verzeichnet. Sie produzieren Sauerstoff, spenden Schatten und beeinflussen so positiv das Klima. Damit dies so bleibt, pflanzt die Kommune im Frühjahr 100 Bäume, berichtet Achim Hendrichs, Sachgebietsleiter Grünflächen/Forst im Rathaus.

40 Esskastanien und Walnussbäume bilden eine neue Allee entlang des Fußweges durch die Grünanlage zwischen den Straßen Kosenberg und Lodenheide südlich des Nordrings. Sie ist seinerzeit als Ausgleichsfläche für das Gewerbegebiet Nord (Giesenheide) angelegt worden und Teil des so genannten Grünen Rings Nord, ein Teilstück des Hildener Grünordnungsplanes. Vor einigen Jahren ist das Teilstück des Wegs zwischen Tennisplatz des SV Hilden Nord und der Straße Kosenberg mit 20 Sumpfeichen gegrünt worden.

Esskastanie und Walnuss sind im Stadtgebiet auf öffentlichen Grünflächen nur selten zu finden. Grund: Wenn die Bäume neben Blättern auch noch Früchte verlieren, führe das zu Bürgerbeschwerden, weiß Hendrichs. In den dicht besiedelten Innenstadtbereichen könnten solche Baumarten ohnehin nicht eingesetzt werden.

Die rund 11 000 Euro für die neue Baumallee im Norden finanziert die Stadt aus Ausgleichszahlungen, die im Rahmen der Baumschutzsatzung anfallen. Wer auf eigenem Grundstück keine Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume vornehmen kann, leistet eine Ausgleichszahlung. Diese Mittel verschwinden nicht einfach im städtischen Haushalt, sondern werden ausschließlich für zusätzliche Baumpflanzungen an geeigneten Stellen verwende, betont Hendrichs.

Rund die Hälfte der städtischen Bäume (4000) sind Straßenbäume. Meist handelt es sich um Robinien und Platanen. Diese Arten gelten als robust. Als man sie vor rund 30 Jahren nicht nur in Hilden pflanzte, wusste man nicht, welche Probleme man sich damit einhandeln würde. "Die Wurzeln haben einen sehr weiten Radius und wachsen leicht in unteriridische Leitungen hinein oder drücken Beläge von Bürgersteigen hoch", erläutert Hendrichs. Dies sei bei rund 500 Baumstandorten in Hilden potenziell der Fall. Bäume, die die Verkehrssicherheit gefährden, werden gegen Linden, Ahorn und Buchen ausgetauscht. Im zuständigen Umweltausschuss wird bei Fällungen nicht selten um jeden einzelnen Baum gerungen.

(RP/rl)