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Neue Abgabestelle für Grünabfall in Hilden

Trotz geschlossenem Bauhof : Neue Abgabestelle für Grünabfall

An der Herderstraße neben dem Nordfriedhof kann Grünschnitt abgegeben werden.

Frühlingszeit ist Gartenarbeitszeit – das gilt nicht nur in Zeiten von Corona. Doch wegen der Krise stehen Garten- und Balkonbesitzer vor einem Problem, denn der städtische Bauhof Auf dem Sand ist geschlossen. Und damit besteht auch keine Möglichkeit, den nun in großen Stil anfallende Grünabfall kostenlos und nachhaltig zu entsorgen. Lediglich die alle zwei Wochen geleerte Biotonne, ein vielleicht vorhandener Komposthaufen im eigenen Garten oder in der Regel kostenpflichtige Angebote der Nachbarstädte beziehungsweise privater Anbieter stehen zur Verfügung. Wie hoch dagegen der Bedarf ist, merken die städtischen Mitarbeiter momentan fast täglich: „Die Müllfahrzeuge sind nach der Leerung der Biotonnen zurzeit bis zur Zuladungsgrenze gefüllt“, berichtet Ulrich Hanke, Leiter des Zentralen Bauhofs.

Die Stadt Hilden hat nun jedoch eine Lösung für das Problem gefunden. Ergänzend zur Biotonne richtet sie deshalb auf dem Gelände an der Herderstraße 33-35 eine provisorische Grünabfallannahmestelle ein. „Die Annahmestelle auf dem Bauhof ist zu beengt, um die für den Infektionsschutz notwendigen Sicherheitsabstände einzuhalten“, erklärt Bürgermeisterin Birgit Alkenings. „Dennoch wollten wir dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach einem Zusatzangebot für die Entsorgung von Grünabfällen nachkommen.“

Die Zufahrt zur Annahmestelle erfolgt über die Stichstraße, die zum Nordfriedhof führt. Ab Donnerstag, 8. April, können die Hildener dort gegen Vorlage des Personalausweises montags bis samstags von 8 bis 12 Uhr Grünabfälle bis 0,5 m³ bringen. Nicht angenommen werden alle anderen Abfälle, beispielsweise Elektrogeräte, Hausmüll und Bauschutt.

Um die Hygieneregeln einzuhalten, dürfen die Fahrzeuge laut Stadt nur nacheinander und ausschließlich zum Entladen auf das Gelände. Dementsprechend lang können die Wartezeiten werden. Zugelassen sind ausschließlich Autos ohne Anhänger in denen maximal zwei Personen sitzen.

„Die temporäre Grünabfallannahmestelle sollte wirklich nur dann genutzt werden, wenn es absolut keine andere Möglichkeit gibt“, unterstreicht Ulrich Hanke, Leiter des Zentralen Bauhofs. „Wer die Grünabfälle bis zu Wiedereröffnung des Wertstoffhofs zwischenlagern kann, sollte dies tun. Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, im eigenen Garten einen Kompost anzulegen.“

(tobi)