Auftakt im Area 51 Netzwerk will Kunst und Kultur in Hilden fördern

Hilden · In Zeiten knapper Kassen scheint vor allem der Kulturbereich vor finanziellen Problemen zu stehen. Ein Netzwerk möchte die Situation für Kulturschaffende in Hilden verbessern. Ein erstes Treffen gab es jetzt im Area 51.

Kulturschaffende trafen sich zu einer Auftaktveranstaltung im Area 51.

Kulturschaffende trafen sich zu einer Auftaktveranstaltung im Area 51.

Foto: Dirk Schatte

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurde das Hildener Netzwerk Kultur und kulturelle Bildung gegründet, dem sich neben den Einrichtungen des Kulturamtes und der Jugendförderung zahlreiche weitere Kultur-Akteure in der Stadt angeschlossen haben. Das teilte eine Stadtsprecherin jetzt mit. Im Jugend- und Kulturzentrum Area 51 kamen auf Einladung der Verwaltung Vertreter von Vereinen und Kultureinrichtungen zusammen, um sich über vorhandene und möglicherweise fehlende kulturelle Angebote für Zielgruppen jeden Alters auszutauschen und Erwartungen an ein zu gründendes Netzwerk zusammenzutragen.

Nach der Begrüßung durch Kulturdezernent Sönke Eichner und Kulturamtsleiterin Eva Dämmer erhielten die Teilnehmer zunächst einige Informationen zur aktuellen Altersverteilung der Hildener Bürgerschaft und zu den im Vorfeld abgefragten Kulturangeboten in der Stadt. „Dabei konnte festgestellt werden, dass die Kulturlandschaft in Hilden vielfältig, aktiv, integrativ und im Großen und Ganzen auch bereits recht gut vernetzt ist“, so die Sprecherin weiter. Es folgte ein Beitrag unter dem Titel „Kommunales Gesamtkonzept für kulturelle Bildung“ durch die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW mit Sitz in Remscheid, die die Stadt Hilden aktuell bei der Entwicklung eines solchen Konzeptes unterstützt.

„Das Netzwerk Kultur und kulturelle Bildung versteht sich als ein wesentliches Element zum Ausbau der kulturellen Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche sowie auch für die Weiterentwicklung des Kulturangebotes in Hilden insgesamt“, so die Sprecherin. Entsprechend erfreut hätten sich Eichner und Dämmer über die lebhaften Gespräche an den Thementischen und die dabei vorgebrachten Gedanken und Ideen gezeigt. „Dass bei allen Beteiligten das Interesse an einer stärkeren Vernetzung und dem regelmäßigen Austausch so groß ist, zeigt, dass wir mit unserer Planung für ein Gesamtkonzept für kulturelle Bildung auf dem richtigen Weg sind“, so Dämmer am Ende der Veranstaltung. Die bereits an diesem Tag gesammelten Ideen und Anregungen werden in das Gesamtkonzept für kulturelle Bildung einfließen und in den nächsten Monaten weiter verfolgt werden.

Zu einem ersten Treffen des neu gegründeten Netzwerkes wird die Kulturpädagogin Emily Enders bereits für Mitte Januar einladen. Sie ist seit wenigen Wochen für die Stadt Hilden tätig und unter anderem für die Pflege des Netzwerkes zuständig. „Wir hoffen“, so Dämmer, „dass dann auch noch weitere Akteure der Hildener Kulturszene zum Netzwerk dazustoßen werden“.

In Kürze möchte das Kulturamt auch mit Schulen in Kontakt treten, um über eine sinnvolle Vernetzung von inner- und außerschulischer kultureller Bildung zu beraten und entsprechende Strukturen zu schaffen. Auch die kulturelle Bildung in und mit Kindertageseinrichtungen werde zukünftig noch stärker in den Blick genommen werden.

Eine erste Fassung des gesamtstädtischen Konzeptes für kulturelle Bildung soll im Frühjahr vorliegen. Nach Beratung in den zuständigen Ausschüssen ist die Bewerbung beim Landesministerium für Kultur und Wissenschaft für eine mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung unter dem Titel „Kommunale Gesamtkonzepte für kulturelle Bildung“ geplant. Diese Förderung könnte den Ausbau der Angebote und die Weiterentwicklung des Konzeptes über 2024 hinaus maßgeblich unterstützen, hoffen die Beteiligten des Netzwerkes.

(elk)
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