Hilden: Nach Umbau: Fielmann in der City ist jetzt größer und moderner

Hilden : Nach Umbau: Fielmann in der City ist jetzt größer und moderner

850.000 Euro hat der Branchenführer in die Erweiterung der Niederlassung gesteckt. Die Mitbewerber müssen trotzdem nicht schlottern: Es ist genug für alle da.

Großes Gedränge vor und in der Filiale an der Mittelstraße Donnerstag, am Tag der Wiederöffnung. Eine Liveband spielt auf, ein Glücksrad wird gedreht und im Geschäft helfen 15 Mitarbeiter aus anderen Filialen aus, um den Andrang der neugierigen Kunden zu bewältigen. Alle haben gut zu tun.

Der Marktführer hat das Geschäft auf jetzt fast 400 Quadratmeter Gesamtfläche vergrößert – ein Plus von 110 Quadratmetern. Es gibt jetzt neun Beratungstische, vier Sehtest-Messstellen und mehrere Werkstätten. „Unsere Technik ist auf dem neuesten Stand, das Geschäft heller, moderner und mit einer Lärmschutzdecke ausgestattet, so dass Kundengespräche angenehmer geführt werden können“, zählt Filialleiter Harald Junghans auf. Die alte Niederlassung sei zu eng geworden, die Kunden hätten zu lange auf die Bedienung warten müssen.

„Wir erledigen hier viele Arbeiten in der eigenen Werkstatt und müssen die Brillen nicht erst einschicken. Das bedeutet kürzere Wartezeiten für die Kunden“, erklärt er.

Fielmann-Sprecher Tobias Plöger hat interessante Zahlen im Gepäck: Demnach gibt es im Einzugsbereich der Hildener Filiale 150.000 Menschen, von denen die Hälfte Brille trägt. „Durchschnittlich alle drei Jahre kaufen Brillenträger sich etwas Neues, macht 25.000 Brillen pro Jahr.“

Fielmann teile sich den Markt mit 26 Wettbewerbern, sechs davon direkt in Hilden. Jede zweite Brille verkaufe der Marktführer, das entspreche einem Umsatz von 20 Prozent. – Wie das geht? „In Hilden werden bei unseren Wettbewerbern durchschnittlich 436 Euro pro Brille ausgegeben, bei uns sind es 180 Euro“, rechnet der Sprecher vor. Er behauptet: „Fielmann zieht andere Optiker an. Es ist genug für alle da.“

Volker Hillebrand vom Hildener Stadtmarketing bestätigt diesen Eindruck: „Der Markt ist hier aufgeteilt: Kein Optiker hat in der letzten Zeit geschlossen – eher modernisiert. Jeder hat hier seine Existenzberechtigung.“

Der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) kommt zum gleichen Ergebnis: Zwar werden die Marktführer und Ketten immer größer, aber die Mittelständler und kleinen Optiker können sich trotzdem behaupten. 2017 stieg der Gesamtumsatz der Branche auf dem stationären Markt um 2,7 Prozent an. Die Zahl der Betriebe blieb beinahe konstant und der Branchenumsatz verteilt sich – ebenfalls konstant – auf rund 54 Prozent für die Mittelständler und 46 auf die zehn umsatzstärksten Anbieter. www.zva.de