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Musikschule Hilden erhöht ihre Gebühren um vier Prozent

Musikschule Hilden : Musikschulgebühren sollen um vier Prozent steigen

Nach drei Jahren sollen die Gebühren der Musikschule Hilden angehoben werden. Die Entscheidung soll der Stadtrat am 9. Dezember treffen.

Der Stadtrat wird aller Voraussicht nach am 9. Dezember die Erhöhung der Musikschulgebühren um vier Prozent beschließen. Das deutet sich nach der Vorberatung in den Ausschüssen für Kultur und Finanzen an. Dort hatte sich eine breite Mehrheit dafür ausgesprochen. Zuletzt waren die Gebühren zum 1. Februar 2018 erhöht worden – um durchschnittlich vier Prozent.

Die Personalkosten seien gestiegen, begründete Kulturdezernent Sönke Eichner. Vor allem auch die Kosten für die mehr als 30 auf Honorarbasis tätigen Musikschullehrer. Diese hatten im August für faire Beschäftigung auf dem alten Markt demonstriert. Die Freien erreichen bei einer Vergütung von 25 Euro pro Stunde (maximal 14 Stunden pro Woche) bestenfalls die Hälfte des Einkommens einer nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst beschäftigten Lehrkraft. Freie Mitarbeiter der Musikschule Hilden können derzeit nicht auf eine Festanstellung hoffen, hatte Eichner auf Anfrage der Bürgeraktion mitgeteilt. Das lasse die Finanzlage der Stadt nicht zu.

Zum Vergleich: Der Betrieb der Musikschule produziert jedes Jahr ein dickes Minus von aktuell 1,783 Millionen Euro. Für 2021 rechnet Kämmerin Anja Franke mit einem Fehlbetrag von 1,799 Millionen Euro. Er wird bis 2024 auf 1,867 Millionen Euro steigen.

 Die Schulpflegschaft der Musikschule hat der Erhöhung der Gebühren einstimmig zugestimmt. Sie setze sich dafür ein, dass die Angebote der Musikschule bezahlbar bleiben. Dies gelte auch vor dem Hintergrund teilweise zurückgegangener verfügbarer Nettoeinkommen der Haushalte infolge der Corona-Pandemie.  Vor diesem Hintergrund seien stetig steigende Gebühren problematisch. Da die Gebühren jetzt für drei Jahre konstant waren, liege die Erhöhung umgerechnet leicht unterhalb der allgemeine Preissteigerungsrate. Die Schulpflegschaft bittet, die Gebühren – wenn irgend möglich – erneut für drei Jahre konstant zu halten.