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Hilden: Musikschule erinnert an NS-Opfer

Hilden : Musikschule erinnert an NS-Opfer

In ganz Deutschland wird am Samstag den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Auch in Hilden. Dazu laden die Musikschule und das Amt für Schule, Jugend, Sport sowie das Familienbüro Stellwerk um 19 Uhr in den Heinrich-Strangmeier-Saal des Kultur- und Weiterbildungszentrums Altes Helmholtz (Gerresheimer Straße 20) ein. Die Zahl der noch lebenden Zeitzeugen, die durch ihre Person authentische Auskünfte über das Leid und die Verfolgung geben können, wird immer kleiner, erläutert Thomas Volkenstein, stellvertretender Leiter der Musikschule.

Umso wichtiger sei es daher, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazi-Diktatur wach zu halten und aufzurufen gegen menschenverachtende Haltungen und Gewalt gegen Menschen. Zum Gedenken an die vielen, auch in Hilden verfolgten, verletzten und ermordeten jüdischen Mitbürger werden in diesem Jahr noch einmal jüdische Lieder erklingen. Das Vokalensemble "Voix mixte" der Musikschule (unter der Leitung von Jens Lauterbach) sowie Aron Proujanski (Tenor) und Olga Proujanski (Klavier) werden jüdische und hebräische Lieder vortragen, die bis heute fester Bestandteil jüdischer Kultur sowohl in Israel als auch in Deutschland sind.

Trotz des dunklen Teils der Geschichte gebe es bis heute auch die "lebensbejahenden jüdischen Traditionen". Volkenstein: "Das möchten wir an diesem Abend in die Gemeinschaft des Publikums tragen." Zwischen den Musikstücken werden Schüler der Auschwitz-Arbeitsgemeinschaft der katholischen Theresienschule in entsprechenden Texten an jüdische Familien erinnern, die in Hilden gelebt und unter der Herrschaft der Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Begleitend wird vor dem Saal, im "Kulturflur im Alten Helmholtz", eine kleine Ausstellung zum Thema zu sehen sein, ebenfalls gestaltet von Schülerinnen und Schülern der Theresienschule.

Der Eintritt ist frei.

(cis)