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Haan: Musical wirbt für echte Freundschaft

Haan : Musical wirbt für echte Freundschaft

Das Kindermusical "Monster gibt es nicht" zum 40-jährigen Bestehen der Haaner Musikschule konnte vor vollem Saal aufgeführt werden.

Dass man einem Monster das Leben ganz schön schwer macht, wenn man behauptet: "Monster gibt es nicht", wissen jetzt alle Besucher des gleichnamigen Musicals. Das Stück wurde am Wochenende zweimal in der Aula des Gymnasiums an der Adlerstraße aufgeführt. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war der Theatersaal ausverkauft. Das Publikum war begeistert.

Zum 40-jährigen Bestehen der Musikschule Haan hat Eva Dämmer, seit 23 Jahren Musikschulleiterin in Haan, ein Mammutprojekt bravourös absolviert. Sie musste nicht nur zwei Musiktheater-Kindergruppen mit 40 Sängern bändigen, sondern auch die über 20 größeren Stars bei Laune halten. Sie musste Szenentexte schreiben, für Kostüme sorgen und Kontakt halten zum sinfonischen Orchester und zur Musical Band.

Das Ergebnis war ein Kindermusical, dessen Liedhit zum Schluss alle mitsingen konnten. Das Musical machte nachdenklich, aber es zeigte auch, wie wichtig Freundschaft ist — sogar unter Monstern, die vergeblich versuchen, furchtlose Kinder zu erschrecken. Zur Seite stand der Musikschulleiterin die Lehrerin für Musikalische Früherziehung, Alexandra Donner. Mit ihrem Temperament kann sie die Kinder begeistern. Auch die Jungen und Mädchen im Zuschauerraum waren gefragt: Im Programmheft befanden sich Monstermasken zum Selberbasteln.

Alle Künstler, die für das Musical Paten standen, stammen aus Haan oder haben hier jahrelang gearbeitet. Die in Haan lebende Kinderbuch-Autorin Kerstin Schoene hat das Buch "Monster gibt es nicht" geschrieben. Sie selbst stand schon als Mitglied der Musiktheater-Gruppe auf der Bühne.

Die Kompositionen zum Musical stammen von Stefan Scheidtweiler. Er war zu Beginn dieses Milleniums Kirchenmusiker in der Gartenstadt. Mit Eva Dämmer hat er in seiner Haaner Zeit viel zusammengearbeitet.

Das sinfonische Orchester der Musikschule unter Leitung von Marcus Stursberg und die extra für dieses Musiktheater zusammengestellte dreiköpfige Band unter Leitung Christian von Dresky forderten vom Publikum Einstellung auf die unterschiedlichsten Töne. Aber Pop und Sinfonie konnten auch zusammen. Und das war besonders interessant.

Rabea Hesse überzeugte als Monster mit einer sicheren, mutigen Stimme. Als Monster wurde sie überall ignoriert, so sehr es sich auch mühte, die Leute zu ärgern. Und Marie Neuens sang frisch als Frau Danzer in der Ballettstunde und in anderen Szenen, obwohl die Mikrophone oft durch Krächzen störten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Musicalaufführung "Monster gibt es nicht" in Haan

(gund)