Mudersbach-Stiftung finanziert Spezialrollstuhl

Hilden : Spezialrollstuhl erhöht Mobilität

Die Mudersbach-Stiftung ermöglicht die Anschaffung des Gefährts.

Seit zweieinhalb Jahren wohnt Manfred Knoch nun schon im städtischen Seniorenzentrum Hummelsterstraße. Inzwischen ist er so pflegebedürftig, dass er selbst mit einem normalen Rollstuhl das Haus nicht mehr verlassen kann. Umso größer ist die Freude des 84-Jährigen über die 5000-Euro-Spende der Heinz und Wilma Mudersbach-Stiftung. Diese hat den Seniorendiensten Stadt Hilden die Anschaffung des Spezialrollstuhls „Cumulix“ ermöglicht.

„Die Förderung solcher Anschaffungen, die die Lebensqualität älterer Menschen in Pflegeheimen in Hilden deutlich verbessert, entspricht genau dem Stiftungszweck“, erläutert Heinrich Klausgrete, Geschäftsführer der Stiftung. Stiftungsvorstand Altbürgermeister Horst Thiele ergänzt: „Wir sind froh, dass eine solche Finanzierung trotz der Niedrigzinsen noch möglich ist und freuen uns über jeden, der uns durch eine Spende oder Zustiftung unterstützt.“

Der Spezialrollstuhl verfügt über besonders robuste Reifen und eine sehr bequeme Sitzfläche, die sich individuell anpassen lässt. „Mit Hilfe dieses Rollstuhls können nun auch unsere sehr immobilen Bewohner Spaziergänge im Freien oder in die Stadt unternehmen“, freut sich Daniela Mantegna, Leiterin des Seniorenzentrums Hummelsterstraße. „Der Rollstuhl kann sowohl von unseren Mitarbeitenden als auch von Angehörigen genutzt werden“, erläutert Beate Linz-Eßer, Geschäftsführerin der städtischen Seniorendienste.

Manfred Knoch freut sich schon jetzt darauf, in Kürze zum ersten Mal nach knapp drei Jahren wieder mit seinem Sohn zum Kleef fahren zu können, wo er einen großen Garten besitzt. Aufgrund der Schotter-Wege war ihm das bislang nicht möglich. Und als er dies sagt, werden seine Augen auch ein wenig feucht vor Freude.

Die Mudersbach-Stiftung wurde von den Heinz und Wilma Mudersbach gegründet, den Besitzern der bekannten Zuckerwarenfabrik „Kanold GmbH“. Das kinderlose Ehepaar war bereits zu Lebzeiten tatkräftig im christlich-sozialen Bereich engagiert. Daher legten sie das erarbeitete Vermögen als Grundstock für ein Stiftungskapital an. Nach dem Tod der Eheleute sollte damit eine Stiftung ins Leben gerufen werden, die hilfsbedürftigen Bürgern Hildens eine aktive Unterstützung zukommen lässt. Im Juni 1996 nahm die Stiftung ihre Arbeit auf. Rund 763.000 Euro stellte die allgemeine und selbstständige „Heinz- und Wilma Mudersbach-Stiftung in den vergangenen 23 Jahren zur Verfügung, um dort zu helfen, wo die öffentlichen Sozialeinrichtungen eine Finanzierung nicht ermöglichten.