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Hilden/Langenfeld: Morgen startet der Feuerwerks-Verkauf

Hilden/Langenfeld : Morgen startet der Feuerwerks-Verkauf

Vor allem Batterien sind zunehmend nachgefragt. Die Händler sind gerüstet. Bei Silag beginnt der Verkauf schon nachts.

Für Gerhard Pastuschka fühlte sich der 3. Dezember schon ein wenig an wie Silvester: Der Geschäftsleiter des Hildener Großhandels Fegro hatte die Herstellerfirma "Comet" eingeladen, auf dem Parkplatz des Marktes an der Oststraße ein Feuerwerk abzubrennen. Gute Gelegenheit für die Kunden, sich mit Blick in den abendlichen Himmel über die Trends dieses Jahres bei Böllern und Raketen zu informieren.

Rund 500 Interessierte kamen, berichtet Pastuschka. Er ist erfreut über diese große Resonanz. Und anders als im regulären Einzelhandel darf Fegro an seine gewerbetreibenden Kunden auch bereits Feuerwerk verkaufen — vorausgesetzt, sie erbringen einen entsprechenden Nachweis über ihre Selbstständigkeit und versichern schriftlich, selbst das Feuerwerk nicht vor dem 28. Dezember weiterzuverkaufen.

Seit dem 1. Advent läuft bei Fegro der Verkauf von Silvester-Feuerwerk. Pastuschka hat bereits einen Trend ausgemacht: "Die Leute gehen immer mehr auf Sicherheit. Einzelne Raketensortimente werden seltener verkauft, stattdessen greifen die Kunden zu Systemfeuerwerk." Dabei handelt es sich um so genannte Batterien, die nur ein einziges Mal angezündet werden müssen, um dann hintereinander Dutzende Schuss abzufeuern. So hat Pastuschka ein Paket im Sortiment, das vor allem für Gastwirte interessant ist: Insgesamt fünf Batterien mit 400 Schuss, die über einen Zeitraum von 500 Sekunden abgefeuert werden. Sie kosten 99 Euro.

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Für den Privatverbraucher beginnt den gesetzlichen Vorschriften zufolge der Feuerwerksverkauf erst morgen, Samstag. Hans Wirths, Geschäftsführer der Firma Marktwert mit Filialen in Hilden, Monheim und Solingen, ist darauf vorbereitet. Als Importeur, Groß- und Einzelhändler für Feuerwerk kann er mehr als 40 verschiedene Batterien anbieten. Die Preise reichen bis 179 Euro pro Stück. Hunderte von Euro für Feuerwerk? "Ja, auch das wird gekauft", sagt Wirths. Gefragt seien in der Regel aber Feuerwerksbatterien mit Preisen zwischen zehn und 30 Euro. Außerdem würden immer noch gerne Chinaböller genommen. Die Nachfrage nach anderen Krachern sei hingegen "etwas rückläufig". Auch Wirths will an Silvester ein Feuerwerk abbrennen: "Da haben auch die Nachbarn Spaß dran."

Eine Besonderheit bietet die Langenfelder Silag Handels AG. Zu ihrem nächtlichen Feuerwerksverkauf erwartet sie in der Nacht von Freitag auf Samstag bereits ab 0.05 Uhr mehr als 1000 Kunden an der Liebigstraße. "Wir öffnen wieder einen benachbarten Platz, damit genug Parkraum für alle da ist", sagt Marktleiter Daniel Gerhardt. Der ist in der kommenden Nacht wichtig, denn viele Silag-Kunden füllen gleich ihren ganzen Kofferraum mit Böllern und Raketen. "Nach den Erfahrungen aus den Vorjahren dürfte der große Ansturm bis etwa 3 oder 4 Uhr dauern, aber auch, wer später kommt, wird bei uns nicht vor verschlossenen Türen stehen: Wir haben am Samstag bis 20 Uhr geöffnet", sagt Gerhardt. In der Eröffnungsnacht hätten sich in den vergangenen Jahren bis zu 1500 Kunden mit 50-teiligen "Profi-Raketensortimenten", 57-teiligen "Familienpaketen" und anderem Feuerwerk eingedeckt. Insgesamt seien es an den je drei Verkaufstagen bis Silvester rund 4000 Kunden gewesen. Neben den klassischen Raketen ist wieder reichlich Systemfeuerwerk im Sortiment: "So genannte Batterien mit hunderten Effekten und Bombetten werden immer stärker nachgefragt", sagt Gerhardt.

Diese werden beispielsweise auch bei Real in Langenfeld angeboten. Raketen, Böller, Tischfeuerwerk oder Batterien mit bis zu 100 Schuss finden sich im Sortiment. "Die Batterien werden meist von jungen Leuten gekauft", sagt Markus Jablonski, Pressesprecher von Real. Dieses Jahr würden auch erstmals Batterien angeboten, die Herzen, Smileys oder Figuren im Himmel entstehen lassen.

Auch bei Edeka in Langenfeld bereitet man sich auf Silvester vor. Batterien machen auch hier "den Leuten am meisten Spaß", meint Thomas Gusek, stellvertretender Marktleiter. Seiner Erfahrung nach gibt der Kunde durchschnittlich circa 30 bis 35 Euro aus. Der größte Kundenansturm sei am ersten Verkaufstag und werde dann kontinuierlich weniger.

(RP)