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Moorschnucken grasen wieder in der Hildener Heide

Hilden : Moorschnucken grasen wieder in der Hildener Heide

Die Heide ist keine Natur-, sondern eine Kulturlandschaft. Ohne Beweidung würde sie bald mit Wald zuwachsen. Die Hildener Heide ist im Kreis Mettmann einzigartig und deshalb besonders wertvoll.

Gegen Ende dieser Woche kehren die Moorschnucken wieder in die Hildener Heide zurück. Die Schafherde wird sich voraussichtlich zwei Wochen lang an den Sträuchern, Kräutern und jungen Trieben der Moor- und Heidelandschaft satt fressen. So betreibt sie ganz nebenbei wertvolle Landschaftspflege. Die naturschutzfachlich äußerst wertvollen Heideflächen rund um den Hildener Sandberg sind im Kreis Mettmann einzigartig und werden seit dem Jahr 2002 durch eine Wanderschafherde der Schäferei Eikermann gepflegt.

Die Schafherde verweilt im Juli und September in Hilden. Da die Büsche in der Hildener Heide in diesem regenreichen Jahr sehr stark gewachsen sind, haben die Schafe reichlich Futter. Im Juli  blieb die Schafherde über drei Wochen. Auch für den zweiten Beweidungsgang ist wieder viel Grün vorhanden – die Rückkehr nach Hilden lohnt sich also. Die Wanderschafherde besteht aus etwa 400 Moorschnucken ‒ einer sehr kleinen, hornlosen Schafrasse ‒ und etwa 30 Ziegen. Sie wird tagsüber durch die Schäferei mit Hütehunden gehütet und übernachtet in einem Pferch.

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Wer Lust und Zeit hat, kann am Sonntag, 19. September, um 11 Uhr und um 14 Uhr die Arbeit der Wanderschäferin live und hautnah miterleben. Sie zeigt, wie sie die Herde mit Hilfe ihrer Hütehunde zusammen treibt und berichtet von ihrem Beruf als Schäferin. Treffpunkt ist der Parkplatz Hundewiese Jaberg, Elberfelder Straße in Hilden. Die Vorführung eignet sich besonders für Familien mit Kindern. Leider ist das Leben der Schafherde nicht immer einfach und unbeschwert. In den vergangenen Jahren kam es insbesondere am Hildener Sandberg trotz entsprechender Pressemitteilungen und Beschilderungen regelmäßig zu Übergriffen von freilaufenden Hunden, die wiederholt Schafe gerissen und schwer verletzt haben. Aus diesem Grund haben sich die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann, die Biologische Station Haus Bürgel, der Förster der Stadt Hilden und das Regionalforstamt Bergisches Land einvernehmlich dazu entschieden, einzelne Wege in der Hildener Heide während der Beweidung temporär zu sperren. Darüber hinaus sind zeitgleich ehrenamtliche Mitarbeiter der Biologischen Station Haus Bürgel vor Ort, die Spaziergänger*innen und Hundehalter*innen über die Maßnahmen aufklären und bei der Suche nach Alternativrouten behilflich sind.