Miriam Schulz wechselt aus dem Rathaus Haan nach Hilden Hildener Standesamt hat neue Leitung

HILDEN/ HAAN · 15 Jahre hat Miriam Schulz bei der Stadt Haan gearbeitet. Diese schätzt sie sehr, freut sich aber auch auf Neues. Sie übernimmt im Hildener Rathaus die Leitung des Standesamtes.

 Bislang war Miriam Schulz Kulturbeauftragte der Stadt Haan. Bald übernimmt sie die Leitung des Standesamtes in Hilden.

Bislang war Miriam Schulz Kulturbeauftragte der Stadt Haan. Bald übernimmt sie die Leitung des Standesamtes in Hilden.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Etwas für die Menschen zu bewegen, das liegt Miriam Schulz am Herzen. Bei ihrer bisherigen Tätigkeit für die Stadt Haan, zuletzt als Kulturreferentin, hat sie das stets getan, und genau das ist es auch, was sie an ihrer neuen Aufgabe bei der Stadt Hilden reizt. Die 36-Jährige übernimmt die Leitung des dortigen Standesamtes.

Was fasziniert Sie an der Aufgabe als Standesbeamtin?

Schulz Dass ich Menschen quasi durch ihr ganzes Leben, von der Geburtsurkunde über das besonders schöne Element der Eheschließung bis zur Sterbeurkunde begleiten darf. Etwas Gutes zu tun für die Bürgerinnen und Bürger, das finde ich wunderbar. Eine tolle Herausforderung und neue Chance bei der neuen Stelle ist natürlich die Leitungsaufgabe.

Wie lange haben Sie bei der Stadt Haan gearbeitet und welche Aufgaben haben Sie dort übernommen?

Schulz 2006 habe ich meine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte, also im mittleren Dienst, bei der Stadt Haan begonnen. Bereits im letzten Drittel meiner Ausbildung durfte ich im Standesamt aushelfen und habe dort nach erfolgreicher Abschlussprüfung weiter gearbeitet. 2010 bin ich ins Gebäudemanagement gewechselt, hatte aber immer noch ein Stundenkontingent beim Standesamt und habe 2009 die Prüfung zur Standesbeamtin abgelegt. Im Gebäudemanagement war ich für die Bewirtschaftung der städtischen Objekte zuständig. Berufsbegleitend habe ich meinen Abschluss als Verwaltungsfachwirtin gemacht. 2017 bin ich dann in die Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur gewechselt und war seitdem die Kulturbeauftragte der Stadt.

An welche Highlights in Ihrer Zeit als Kulturreferentin erinnern Sie sich besonders gern?

Schulz Ehrlich gesagt war die komplette Zeit in der Kultur für mich ein Highlight. Ebenso wie übrigens auch die Zeit im Haaner Standesamt. In meiner Brust schlagen einfach zwei Herzen (lacht). Das Besondere an der Arbeit in der städtischen Kulturarbeit ist, dass man gewissermaßen wie ein Chamäleon arbeitet, weil es so viele Facetten gibt: Ich konnte sehr kreativ arbeiten, aber auch eine Menge organisieren, und auch die Verhandlungen mit Künstlern oder deren Management waren immer spannend. Wenn Sie nach ganz besonderen Erlebnissen fragen, fällt mir das Haaner Open Air ein, das war etwas Außergewöhnliches. Aber auch die Oldtimer-Treffen samt Ausfahrten oder Kooperationsveranstaltungen wie der Pfingstrausch samt Bürgerfest waren immer etwas Besonderes. Aus dem Alltag werden mir sicher die vielen tollen Gespräche mit den Haanerinnen und Haanern im Gedächtnis bleiben, sowohl an Veranstaltungsabenden als auch in Bezug auf Ideen, was man noch umsetzen könnte.

Corona hat das Thema Veranstaltungen ja leider ziemlich ausgebremst.

Schulz Ja. Aber ich habe 2020 so weitergearbeitet, als könnten wir in 2021 wieder etwas anbieten. Je nachdem, wie sich die Lage entwickelt, wird es in Haan auch einiges geben, was ich initiiert habe, insbesondere mit bekannten Künstlern aus dem Kleinkunst-Bereich, ohne hier zu viel zu verraten. Aber sobald feststeht, dass etwas stattfinden kann, sitze ich am Rechner und werde mir Tickets sichern. Auf meinem Weg zur neuen Stelle komme ich auch immer durch Haan. Darauf freue ich mich schon. Kultur wie auch Musik und Kunst sind nach meiner Auffassung essenziell für den Menschen, sie gehören zum Leben wie die Luft zum Atmen.

Die Stadt Haan und Ihre Kolleginnen und Kollegen liegen Ihnen sehr am Herzen.

Schulz Oh ja, sehr. Der Wechsel fällt mir auch nicht leicht, obwohl ich mich auch sehr auf meine neue Aufgabe freue. Haan ist meine Verwaltungsheimat, ich habe sehr lange dort gearbeitet und war neben meiner beruflichen Tätigkeit von Anfang an auch in der Jugend- und Auszubildendenvertretung aktiv, wurde gerade wieder in die Personalvertretung gewählt. Der Zusammenhalt und das gute Miteinander bei der Stadtverwaltung sind wirklich großartig.

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