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Gruiten: Minuten können sehr lang werden

Gruiten : Minuten können sehr lang werden

Zeitempfinden ist sehr subjektiv. Das merkten die Beobachter bei der Feuerwehr-Übung auf dem Stadtwerkegelände an der Vohwinkeler Straße. Die zehn Minuten, die zwischen dem Alarm-Anruf auf der Feuerwache bis zum Eintreffen der Einsatzfahrzeuge auf dem entlegenen Terrain vergingen, zogen sich.

Im Ernstfall wären die Helfer vielleicht zwei Minuten schneller gewesen, weil sie mit Sonderrechten hätten fahren können. Die Acht-Minuten-Vorgabe aus dem Rettungsgesetz wäre selbst für den Außenbereich objektiv eingehalten worden. Trotzdem bleibt der persönlich gefärbte Eindruck, der den Helfern immer wieder auch kritisch vorgehalten wird. Die Rettung des Verletzten aus dem ehemaligen Wasserbehälter ging – gefühlt – deutlich schneller vonstatten als die tatsächlich benötigten zwölf Minuten. Wobei die letztere Zeit immer auch von den Umständen vor Ort und von der Schwere der Verletzungen abhängt. Der Notarzt muss den Patienten zuerst stabilisieren und transportfähig machen.

(RP)