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Massiver Anstieg der Corona-Inzidenz im Kreis Mettmann

Wert steigt um 27 : Massiver Anstieg der Corona-Inzidenz im Kreis Mettmann

Die Corona-Zahlen im Kreis Mettmann steigen immer weiter und weiter. Die aktuelle Inzidenz liegt deutlich über dem Bundes- und dem Landesschnitt. Stehen nun Ausgangssperren und längerfristige Schulschließungen an?

Die Inzidenz im Kreis Mettmann hat von Montag auf Dienstag einen großen Sprung gemacht und liegt nun bei 172,0 – ein Plus von 27,0. Damit bewegt sich die Region mit Riesenschritten auf die 200er-Grenze zu. Und das kann zu weiteren Einschränkungen führen: Die Bundesregierung will bereits an diesem Dienstag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf den Weg bringen, die unter anderem eine Maßnahmen-Staffelung anhand des Inzidenz-Wertes vorsieht. Es ist allerdings noch unklar, welche Werte für welche Maßnahmen ausschlaggebend sind.

Im Gespräch ist unter anderem, dass Schulen ab einer Inzidenz von 200 geschlossen werden. Die Kinder und Jugendlichen hätten dann wieder Distanzunterricht – so wie bereits diese Woche. Ausgangssperren sind ebenfalls Thema: Sie könnten bereits ab einer Inzidenz von 100 verhängt werden. Manche Politiker fordern aber auch, dass sie erst ab 200 verordnet werden.

In Remscheid gilt ab diesem Dienstag eine Ausgangssperre. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr darf ab Dienstag, 13. April, die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück nicht mehr verlassen werden. Es gelten nur wenige Ausnahmen für Einzelpersonen. Zu den „gewichtigen Gründen“ zählen laut Verwaltung neben beruflichen Tätigkeiten (Nachweis erforderlich) unter anderem ehrenamtliche Einsätze von Hilfsorganisationen, Einsätze im Rahmen medizinischer Notwendigkeiten, die Begleitung von hilfsbedürftigen Personen sowie die notwendige Versorgung von Tieren – also das abendliche Gassi gehen mit Hunden.

Im Kreis Mettmann werden sich die Verantwortlichen ebenfalls Gedanken machen, wie sie die steigenden Corona-Zahlen und die Inzidenz wieder in den Griff bekommen können. Den aktuellen Anstieg begründet ein Sprecher mit Nachmeldungen. Auch das Robert-Koch-Insitut schreibt: „Rund um die Osterfeiertage und -ferien ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass aufgrund der Ferienzeit weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“ Nach den Feiertagen und den Ferien sind wieder mehr Menschen zum Arzt gegangen, was die Zahlen nach oben treibt.

Die Zahlen im Kreis Mettmann steigen übrigens deutlicher als im Bund und im Land. Deutschlandweit steigt die Inzidenz von Montag auf Dienstag um 4,5 auf nun 140,9. In NRW liegt sie bei 135,4 (+4,7). Einen Hotspot, also ein Corona-Ausbruch in einem Altenheim oder einer Schule, gebe es nicht.

(tobi)