Hilden: Maar-Schule nach Monheim

Hilden: Maar-Schule nach Monheim

Die Förderschule des Kreises muss im Juli 2013 ihren Hildener Hauptstandort auf dem Gelände der Graf-Recke-Stiftung aufgeben. Der Teilstandort Otto-Hahn-Straße 6 soll in Hilden erhalten bleiben.

Die Förderschule des Kreises muss im Juli 2013 ihren Hildener Hauptstandort auf dem Gelände der Graf-Recke-Stiftung aufgeben. Der Teilstandort Otto-Hahn-Straße 6 soll in Hilden erhalten bleiben.

Die Paul-Maar-Schule soll Mitte 2013 von Hilden nach Monheim umziehen. Dort kann sie das halbe Schulgebäude an der Geschwister-Scholl-Straße 69 nutzen, wo zurzeit ein Teil der Armin-Maiwald-Schule untergebracht ist. Die Stadt Monheim ist bereit, das Gebäude dem Kreis von 2014 bis 2017 als Hauptstandort der Paul-Maar-Schule zur Verfügung zu stellen, berichtete die Kreisverwaltung im Kreisschulausschuss. Sie rät Mitgliedern des Kreistages dringend, dieses Angebot mangels Alternative anzunehmen.

Hintergrund: Der Standort der Paul-Maar-Schule in Hilden ist zum Juli 2013 gekündigt worden. Die Graf-Recke-Stiftung will in Hilden mehrere Millionen Euro in den Um- und Ausbau ihrer Einrichtungen für die Alten- und Jugendhilfe investieren. Der Umzug der Paul-Maar-Schule nach Haan in die Grundschule Bachstraße scheiterte an den Kauf- und Sanierungskosten. 8,1 Millionen Euro waren dem Kreis zu hoch.

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Der Umzug der Paul-Maar-Schule nach Monheim sollte zügig in Angriff genommen werden, mahnt die Kreisverwaltung. Da die Förderschule mit den Schwerpunkten "Emotionale und soziale Entwicklung" nicht komplett in dem ins Auge gefassten Gebäudeteil in Monheim untergebracht werden kann, müssten vermutlich Schulpavillons von Hilden an den neuen Standort nach Monheim umziehen. Über Einzelheiten und Kosten soll der Schulausschuss im September informiert werden. Der im vergangenen Jahr bezogene zweite Hildener Standort der Maar-Schule an der Otto-Hahn-Straße 6 soll erhalten bleiben, obwohl sich durch den Umzug nach Monheim ein nicht unerheblicher organisatorischer Aufwand ergebe. Dort haben rund 50 Schüler der Klassen sieben bis zehn für zunächst fünf Jahre ein Verwaltungsgebäude bezogen.

Die Paul-Maar-Schule bildet seit September vergangenen Jahres mit der Ferdinand-Lieven-Schule (Hilden) ein Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung mit den Schwerpunkten "Lernen", "Sprache" sowie "Emotionale und soziale Entwicklung". Viele Eltern behinderter Kinder wünschen sich, dass ihre Mädchen und Jungen reguläre allgemeinbildende Schule besuchen.

Das sieht auch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vor, die Deutschland unterschrieben hat und umsetzen muss. Deshalb hat der Kreis Förderschulen zu sechs so genannten Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung ausgebaut: Erich-Kästner-Förderschule (für Mettmann und Wülfrath), Friedrich-Fröbel-Schule (für Erkrath), Comenius-Schule (für Ratingen), Förderschule In den Birken (für Velbert und Heiligenhaus), Paul-Maar-/Ferdinand-Lieven-Schule (für Hilden und Haan), Leo-Lionni-Schule (für Langenfeld und Monheim).

(RP)
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