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Lukas-Klinik meldet sich vom Rettungsdienst ab

Solingen/Hilden : Lukas-Klinik meldet sich vom Rettungsdienst ab

Seit die Lukas Klinik sich vom Rettungsdienst abgemeldet hat, haben das Städtische Klinikum und das Krankenhaus Bethanien mehr zu tun.

Am vergangenen Freitag hat sich die St. Lukas Klinik im Solinger Stadtteil Ohligs vom Rettungsdienst abgemeldet, weil zu viele Mitarbeiter krank sind. Zahlreiche Fachkräfte können wegen einer Erkältung nicht zum Dienst erscheinen. Andere tragen das Coronavirus in sich. Was bedeutet die Abmeldung für Notfall-Patienten ? Diejenigen, die mit einem Rettungswagen transportiert werden, kommen seit Freitag direkt in andere Kliniken in Solingen, Hilden, Haan und Langenfeld. Wer sich hingegen privat zur Lukas-Klinik begibt, weil er etwa einen Unfall im Haushalt hatte, wird nicht abgewiesen.

„Das dürfen wir gar nicht“, sagt Cerstin Tschirner, die bei der Kplus-Gruppe die Unternehmenskommunikation leitet. Alle, die nach der Erstversorgung ein Krankenbett brauchen, werden danach aber nicht in Ohligs, sondern in einem anderen Hospital aufgenommen. Eine Ausnahme gibt es nur für Schlaganfallpatienten: Die überregional tätige „Stroke Unit“ der St. Lukas Klinik übernimmt weiter die stationäre Akutversorgung. Das gilt auch für Schlaganfall-Patienten aus Hilden und aus Haan.

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Ende voriger Woche waren der Klinikleitung 32 Mitarbeiter bekannt, die das Coronavirus in sich tragen. Fünf Beschäftigte, auch aus den Servicebereichen und der Verwaltung, waren hinzugekommen. Am Montagmittag war die Zahl dann auf 39 gestiegen. Wie viele es noch werden, muss sich zeigen: Von den 655 Mitarbeitern der Klinik und ihrer Dienstleister liegen erst für 57 Prozent Testergebnisse vor. Für die Untersuchung waren auch Frauen und Männer in die Klinik gerufen worden, die Freizeit hatten oder sich im Urlaub befinden. Die Tests finden in Abstimmung mit dem Solinger Stadtdienst Gesundheit statt. Die Quelle für die Corona-Infektion ist unbekannt. Tschirner: „Wir können nicht sagen, woher es kommt.“ Die Lukas-Klinik versorgt vier Corona-Patienten alleine auf der Intensivstation.