Hilden: Leserforum: Das Thema Ampeln beschäftigt viele Hildener

Hilden : Leserforum: Das Thema Ampeln beschäftigt viele Hildener

Unter der Überschrift "Viele Bürgern sehen bei Ampeln Rot" hatte die RP über die Bemühungen des Bürgervereins Meide berichtet, die Ampelschaltungen auf der Gerresheimer Straße (Einmündung Augusta- und Heerstraße) zu ändern (Alles-Grün-Schaltung für die Gerresheimer Straße dort). Und darüber, was aus Sicht des Tiefbauamtes dagegen spricht.

Bevorrechtigte Straßen wie die Gerresheimer oder die Walder Straßen seien Durchgangsstraßen, meint Rolf-Peter Hoppe. Dem müssten die Ampelschaltungen angepasst werden. Bedarfsampeln, die nur auf Anforderung schalten, müssten in eine "Grüne Welle" eingepasst werden: "Wer einbiegt, akzeptiert grundsätzlich das Rotlicht an der nächsten Kreuzung oder Einmündung. Wer nicht einbiegt, tut das nicht." Eine gleichberechtigte Schaltung mache keinen Sinn, wenn der Verkehr (auf der bevorrechtigten Straße) leicht laufen solle. Bei Dauergrün sei es wahrscheinlich, dass zu schnell gefahren werde: "Es gibt aber Schaltungen, die auf überhöhte Geschwindigkeit mit einer Rotphase reagieren." Hoppe ist Radfahrer (rund 3000 Kilometer im Jahr): "Ich als Radfahrer erwarte keine Grüne Welle." Die Ampeln auf der Gerresheimer-, der Walder, der Hochdahler und der Düsseldorfer Straße seien "Schikanenschaltungen" - und störten deshalb.

Dass auf der Walder Straße (wenn der Verkehr es zulässt) schneller als 50 km/h gefahren wird, sei Folge der nicht vorhandenen Grüne Welle, meint Leser "thunder1959" im Internet: "Bei 50 km/h ist ein Stop an jeder Ampel vorprogrammiert. Die Breite der Straße hat damit eher nichts zu tun (...) Eher spielt eine gewisse Aggression einzelner Autofahrer aufgrund der Verkehrsumstände eine Rolle."

User "HildenSued" bringt morgens oft die Tochter zum Bonhoeffer-Gymnasium. Weniger die Ampelschaltung als vielmehr die Linksabbieger von der Gerresheimer in die Heerstraße ließen den Verkehrsfluss zum Stillstand kommen. Die Linksabbieger könnten wegen des starken Gegenverkehrs nicht abbiegen und blockierten die nachfolgenden Autos stadtauswärts: "100 Meter weiter ist ein Kreisverkehr. Würde man die Kreuzung Gerresheimer-/Heerstraße für Linksabbieger sperren, würde dies die Wartezeiten sicher entzerren." Außerhalb der Stoßzeiten mit freier Fahrt werde auf der Walder Straße schneller als 50 km/h ("erhöhtes Tempo) gefahren, hat "HildenSued" beobachtet.

(RP)
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