Kunde kritisiert Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert

Hilden : Hildener Geschäftsmann übt Kritik an der Sparkasse

Erst klappte die Kontoeröffnung nicht, dann gab es polnische Zloty nicht sofort und schließlich wurde Hartgeld zum Zählen abgegeben. Ein Kunde versteht die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert nicht. Vorstandssprecher Thomas Besting nimmt zum kritischen Brief des Kunden Stellung.

Gerade steht die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert in der Kritik wegen ihrer Pläne einzelne Filialen zu schließen. Auch die fortgesetzte Automatisierung der Bankgeschäfte wird von Verbrauchern argwöhnisch betrachtet.

Der Hildener Heinz Jürgen Ritterbach fühlt sich als Kunde wenig willkommen. In der Filiale an der Gerresheimer Straße wollte er ein Geschäftskonto eröffnen. Die Mitarbeiterin am Schalter habe gesagt, dafür habe sie keine Zeit, er solle ein anderes Mal wiederkommen und vorher einen Termin vereinbaren. „Kann man natürlich machen, wenn man es nicht nötig hat, dachte ich mir“, schrieb er in einem Brief an die Redaktion. Er wandte sich an die Geschäftsleitung, erhielt von dort eine Entschuldigung und die Einladung zu einem Gespräch. Er habe sich leider erweichen lassen, das geplante Geschäftskonto nun doch bei der Sparkasse zu eröffnen.

Doch die Reihe von Enttäuschungen setzte sich fort. Für eine Reise nach Breslau habe er schnell 100 polnische Zloty benötigt. Die Beschaffung aber sollte drei Arbeitstage dauern. Ein Rücktausch übrig gebliebener Zloty nach der Reise war in der Filiale nicht möglich, auch die Einzahlung auf ein Girokonto klappte nicht.

Montag voriger Woche wollte er 1200 Euro als Hartgeld in Ein- und Zwei-Euro-Münzen am Schalter abgeben – wie früher in Münzgeldpapier gerollt und mit Daten bedruckt. Die Rollen wurden nicht akzeptiert, er musste sie öffnen, die Münzen in einen Folienbeutel schütten. Die Annahme wurde quittiert. Die Gutschrift der ersten 400 Euro geschah erst vier Tage später, auf den Rest wartet Ritterbach noch. „Es gibt Leute, die sind auf schnelle Gutschriften angewiesen!“, empört sich der Geschäftsmann. Inzwischen, sagte er der RP, habe sich „das Thema Sparkasse für mich erledigt“.

Thomas Besting, Pressesprecher der Sparkasse HRV, wünschte sich, dass der Kunde sich beim Qualitätsmanagement melden würde. „Bei 120.000 Girokonten kann es vorkommen, dass einmal etwas schief geht. Darüber sollte man reden.“ Beratungstermine würden kurzfristig und dann auch zwischen 8 und 20 Uhr angeboten. „Mit Termin ist der Kunde auf der sicheren Seite, dass der Berater Zeit hat“. Weil Kunden Bankdienstleistungen rund um die Uhr erwarteten, baue die Sparkasse die Automation aus. Bei den Sorten seien die wichtigsten Währungen vorrätig, andere würden  beschafft und sogar nach Hause geliefert. Die Nachfrage sinke, wohl auch, weil im Ausland gute Möglichkeiten für Kartenzahlungen bestehen. Schließlich: Hartgeld werde heute von einem Dienstleister gezählt.