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Kritik an Woelki: Pfarren Hilden und Haan halten sich zurück

Katholiken in Hilden und Haan : Pfarreien halten sich mit Kritik an Woelki zurück

Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki steht seit Wochen in der Kritik, weil er ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Gutachten zurückhält. Reaktionen aus Hilden und Haan.

Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki steht seit Wochen in der Kritik, weil er ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Gutachten zurückhält. Dieses Gutachten untersucht, wie Verantwortungsträger des Erzbistums in der Vergangenheit reagiert haben, wenn Priester des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigt wurden. Jetzt hat auch der Diözesanrat – die Vertretung der praktizierenden Katholiken in den Gemeinden – in einer außerordentlichen Vollversammlung Woelki das Vertrauen und die Mitarbeit aufgekündigt.

Was sagen die Katholiken in Hilden und in Haan zu diesem beispiellosen Vorgang? Der Pfarrgemeinderat von St. Jacobus Hilden ist die gewählte Vertretung der Gemeindemitglieder. „Wir haben im Gremium noch nicht darüber gesprochen“, sagt Vorsitzender Josef Schäfer auf RP-Anfrage: „Ich möchte nicht Öl ins Feuer gießen und mich deshalb persönlich zurückhalten.“

Michael Sauter, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats von St. Chrysanthus und Daria Haan, hat persönlich eine Meinung dazu, möchte sie aber nicht öffentlich äußern: „Wir werden als mündige Christen kritisch verfolgen, was da passiert. Wir wollen aber nicht der Kirche schaden. Wir wollen die positive Arbeit für die Kirchengemeinde fortführen – gerade jetzt in der schwierigen Corona-Zeit. Das absorbiert viel Kraft.“ Vertreter der Laien sei der Kreis-Katholikenbeirat Mettmann. Der setze sich mit solchen Themen auseinander.

Die Pfarrei St. Jacobus Hilden hat rund 18.000 Mitglieder, die Gemeinde St. Chrysanthus und Daria rund 10.000.

(cis)