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Kreisgesundheitsamt Mettmann über „unfaire Anschuldigungen“ empört

Corona-Kontakt-Nachverfolgung. : Gesundheitsamt spricht von „unfairen Anschuldigungen“

Die Belegschaft reagiert mit einer Solidaritätsaktion auf einen Bericht unserer Redaktion über unhaltbare Zustände in der Behörde.

Die Berichterstattung der RP über angeblich unhaltbare Zustände im Kreisgesundheitsamt (RP vom 23. September) hat sowohl bei Landrat Thomas Hendele als auch in der Mitarbeiterschaft der Kreisverwaltung Bestürzung und Empörung hervorgerufen. Verwaltungsführung und Mitarbeiterschaft stärken der Gesundheitsamtsleiterin den Rücken.

Landrat Thomas Hendele: „Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass die Bekämpfung der Corona-Pandemie für das Gesundheitsamt und die gesamte Kreisverwaltung eine gewaltige Herausforderung war und ist. Angesichts der dynamischen Entwicklung der Pandemie und der häufig wechselnden Regelungen müssen ablauforganisatorische und personelle Anpassungen sich immer erst einspielen. Und ja, es passieren auch Fehler. Die von einem einzelnen unzufriedenen Mitarbeiter geäußerte unbewiesene  und vom Kreis widerlegte ‚Fundamentalkritik‘ entbehrt jedoch jeder Grundlage.“ Dass sich die Rheinische Post von besagtem Mitarbeiter instrumentalisieren lässt, ist bedauerlich genug. Geradezu unverantwortlich sei es jedoch, wenn die Presse es zulasse, dass angebliche Missstände pauschal und zu Unrecht an der Person der Gesundheitsamtsleiterin festgemacht werden und diese damit in ihrer Reputation nachhaltig beschädigt werde. „Ich möchte betonen, dass ich nach wie vor vollstes Vertrauen in die Gesundheitsamtsleitung und die gesamte Mitarbeiterschaft setze. Wenn es dem ‚Whistle-Blower‘ nach eigenem Bekunden nicht darum geht, das Gesundheitsamt in der Öffentlichkeit schlecht zu machen, sondern die Situation zu verbessern, darf man sich allerdings fragen, warum der Mitarbeiter damit nicht im Amt bei Kollegen und Vorgesetzten angesetzt, sondern den Weg in die Presse gewählt hat.“

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Die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt habe der Artikel jedenfalls nachhaltig verstört, sagt Daniela Hitzemann, Pressesprecherin des Kreises Mettmann. Insbesondere die nicht nachvollziehbaren Anschuldigungen gegen die Gesundheitsamtsleiterin habe die gesamte Belegschaft der Pandemieabteilung erschüttert. „Spontan gab es seitens der Mitarbeiterschaft zahllose Bekundungen der Solidarität mit der Amtsleitung. Um den Teamgeist, den Schulterschluss und die hohe Identifikation mit dem Arbeitsbereich zu bekunden, war es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Anliegen, dies durch ein Foto auch öffentlich zum Ausdruck zu bringen.“