Verwaltungen im Kreis Mettmann Welche Stadt bittet Familien zur Kasse?

Kreis Mettmann · Von der Preisspanne zwischen der teuersten und der günstigsten Stadt im Kreis kann eine Familie ihren Sommerurlaub finanzieren. Großer Steuern- und Gebührenvergleich der Wählergemeinschaft M.U.T.

Die Grafik zum großen Vergleich der Steuern, Abgaben und Gebühren.

Die Grafik zum großen Vergleich der Steuern, Abgaben und Gebühren.

Foto: dpa

Eine vierköpfige Musterfamilie muss für Steuern, Abgaben und Gebühren in Mettmann pro Jahr 4757 Euro mehr zahlen als in Monheim. So groß ist die Spanne zwischen der teuersten und der preiswertesten Kommune. Die Wählergemeinschaft Mettmann. Unabhängig. Transparent. (M.U.T.) hat das Ranking erstellt.

Die Übersicht basiert auf zehn kommunalen Kosten: Grundsteuer B, Abfallgebühren, Gebühren für Niederschlags- und Schmutzwasser, Hundesteuer, Betreuungskosten für Kita und OGS sowie Gebühren für Bibliothek, Musikschule und Schwimmbad. Zugrunde gelegt wurde ein Vier-Personen-Haushalt mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern (drei und sieben Jahre alt) und einem Hund. Am schlechtesten schnitt in diesem Vergleich die Stadt Mettmann ab. Dort schlagen Abgaben, Gebühren und Steuern mit 6582 Euro im Jahr zu Buche. Auf dem zweiten Platz folgt Heiligenhaus mit 6468 Euro, dicht gefolgt von Wülfrath mit 6387 Euro auf Rang 3. Mit Abstand am günstigsten lebt es sich in Monheim. Hier zahlt der Musterhaushalt nur 1825 Euro im Jahr.

Schon mehr als doppelt so viel – aber im Kreis-Vergleich immer noch wenig – zahlt die Familie in Langenfeld. Hier sind es 3753 Euro im Jahr. Velbert steht mit 4332 Euro im Jahr noch relativ gut da. Hintergrund ist dort vor allem der Wegfall von Kita-Gebühren. Mit jährlichen Kosten zwischen 5064 Euro und 5644 Euro bewegen sich die Städte Erkrath, Ratingen, Hilden und Haan im Mittelfeld. Die kreisweite Durchschnittsbelastung wird in dem Ranking mit 5061 Euro im Jahr angegeben.

Große Unterschiede gibt es bei der Grundsteuer B, die Eigentümer und Mieter gleichermaßen betrifft. Mit einem Hebesatz von 720 Prozentpunkten nimmt die Stadt Mettmann auch dabei die Spitzenposition ein. Damit ist das Wohnen in Mettmann vergleichsweise teuer.

Bei der Gewerbesteuer zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier belegt die Stadt Mettmann mit einem Hebesatz von 510 Prozentpunkten den Spitzenplatz, gefolgt von Heiligenhaus mit 475 Prozentpunkten. Am wenigsten Steuern zahlen die Unternehmen in Monheim (250 Prozentpunkte) und Langenfeld (299 Prozentpunkte). Für das Halten eines Hundes verlangt Wülfrath 168 Euro im Jahr. Dagegen sind in Monheim nur 96 Euro zu zahlen.

Bei den Gebühren für Niederschlags- und Schmutzwasser wandelt sich das Bild. Hier muss der Musterhaushalt in Monheim 881 Euro berappen. In Hilden bekommt man seinen Abfall am günstigsten entsorgt. Die zweiwöchige Leerung einer 120 Liter Restmülltonne kostet hier 163 Euro im Jahr. Am teuersten ist die Abfallentsorgung in Mettmann. Hier schlägt der Müll mit 337 Euro im Jahr zu Buche. Es folgen Wülfrath mit 301 Euro und Monheim mit 265 Euro.

Familien mit Kindern kommt das Leben in Wülfrath, Heiligenhaus und Mettmann besonders teuer zu stehen. Für die Kinderbetreuung in Kita und OGS entstehen bei einem Haushaltsbruttoeinkommen von 72.000 Euro jährliche Gesamtkosten zwischen 4056 Euro bis 4146 Euro. In Monheim bekommen Eltern die Kinderbetreuung zum Nulltarif.

Bei den städtischen Angeboten hat M.U.T. die Gebühren für Hallenbäder, Stadtbibliotheken und Musikschulen miteinander verglichen. Ein Schwimmbadbesuch ist für die vierköpfige Familie in Langenfeld (9 Euro) und Mettmann (10,50 Euro) am günstigsten. In Hilden (17 Euro) und Erkrath (19,10 Euro) schwimmt es sich am teuersten. Die Jahresbeiträge für die Bibliotheken bewegen sich zwischen 31,50 Euro (Ratingen) und 20 Euro in Erkrath, Hilden und Haan. In Heiligenhaus und Monheim können Bürgerinnen und Bürger kostenfrei Bücher ausleihen.

Für die musikalische Früherziehung rufen die städtischen Musikschulen für ein Kind Jahresbeiträge zwischen 168 Euro in Erkrath und 315 Euro in Mettmann sowie Wülfrath auf.

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