Kreis Mettmann entscheidet über IT-Kooperation

Bewerber-Auswahl : Kreis Mettmann entscheidet über IT-Kooperation

Zwei Kandidaten sind offenbar in der engeren Wahl: die ITK Rheinland und das Kommunale Rechen Zentrum Niederrhein.

Die Digitalisierung hält nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der öffentlichen Verwaltung Einzug. Der Kreis Mettmann möchte sich deshalb einer IT-Koopertion anschließen. Betriebsbedingte Kündigungen im Amt für Informationstechnik im Kreishaus schließt Kreisdirektor Martin M. Richter aus. Der Besitzstand der Beschäftigten müsse gewahrt bleiben, erläuterte er im Fachausschuss. Mitarbeiter, die nicht zu dem neuen Partner wechseln wollen, müssten die Möglichkeit erhalten, auf einer freien Stelle im Kreishaus eingesetzt zu werden. Nach RP-Informationen sind zwei Bewerber in der engeren Wahl: die ITK Rheinland und die KRZ Niederrhein. Die Die ITK Rheinland ist nach eigenen Angaben einer der größten und modernsten IT-Dienstleister für Kommunen in Nordrhein-Westfalen.Der Zweckverband mit Sitz in Neuss betreut rund 15.000 Anwender in der Landeshauptstadt Düsseldorf, den Städten im Rhein-Kreis Neuss, im Kreis selbst und in Mönchengladbach und verarbeitet die Daten von mehr als 1,3 Menschen. Das Kommunale Rechen Zentrum Niederrhein mit Sitz in Kamp-Lintfort versorgt mehr als 14.000 Büroarbeitsplätze in den Rathäusern und Kreisverwaltungen von 43 Kommunen in der Region Niederrhein. Damit gehört es zu den zehn größten kommunalen IT-Dienstleistern Deutschlands.

Beide Bewerber unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt: Beim KRZ Niederrhein sind nur die Kreise Mitglied und stimmberechtigt, beim ITK Rheinland können auch Kommunen Mitglied werden. Für Hildens Bürgermeisterin Birgti Alkenings ist das im Moment kein Thema: „Wir finden unsere eigenen IT-Lösungen ganz gut.“ Dabei kooperieren die Stadt durchaus mit anderen Kommunen, wenn es sich eben anbiete. Die Stadt Monheim beispielsweise übernehme die Personalabrechnung für die Hildener Verwaltung. Im Übrigen setzten viele Kommunen unterschiedliche Software für gleiche Aufgaben ein. Auch Haans Bürgermeisterin Bettina Warnecke ist über die IT-Überlegungen des Kreises im Bilde. „Wir fühlen uns gut informiert. Auf Haan hat das aber keinen unmittelbaren Einfluss.“ Dass Kommunen bei der IT zusammenarbeiteten, hält Warnecke für wichtig: „Was der Kreis überlegt, betrifft uns in Haan aber nicht unmittelbar.“

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