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Kplus verzeichnet in Hilden Aufwärtstrend bei Geburten

Hilden : Immer mehr Kinder in Hilden geboren

Die Kplus-Gruppe meldet für das St.-Josef-Krankenhaus in Hilden steigende Geburtenzahlen.

Die Zahl der Geburten spricht für sich: Im vergangenen Jahr sind 609 Kinder im Hildener St.-Josefs-Krankenhaus zur Welt gekommen, im Vorjahr waren es 600, 2017:599. Im Jahr 2015 waren es noch wurden 509 Babys und damit die höchste Zahl seit der vorherigen 13 Jahren. 2016 waren es schon 579 Geburten.

Kplus-Sprecherin Cerstin Tschirner spricht von einem leichten Aufwärtstrend. Chefarzt Krystian Kuboth und sein Team scheinen alles richtig zu machen. Die Gründe für die höhere Geburtenrate sind unterschiedlich. Seit der Schließung der Geburtsstation in der Ohligser Lukas-Klinik im Jahr 2016 weichen auch mehr Solinger auf das Hildener Krankenhaus der Kplus-Gruppe auf, aber es werde auch mehr geboren. „Es gibt große Geburtskliniken mit mehr als 1000 Geburten im Jahr. Bei uns schätzen die Frauen jedoch die familiäre Atmosphäre“, erklärt Tschirner. Die Geburtszahlen des St.-Remigius-Krankenhaus in Opladen, ebenfalls der Kplus-Gruppe zugehörig, sind ähnlich. Im vergangenen Jahr kamen dort 569 Kinder zur Welt.

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„Rein wirtschaftlich gesehen rentiert sich die Geburtshilfe für ein Krankenhaus erst, wenn es ungefähr 800 bis 1000 Geburten im Jahr gibt“, erläutert Tschirner. Die aktuellen Zahlen liegen darunter. So bringt eine ganz normale Geburt einer gesunden Mutter, die ein gesundes Kind zur Welt einem Krankenhaus zwischen 1800 und 2000 Euro. Bei einem Kaiserschnitt ohne Komplikationen vor der Entbindung erhält das Krankenhaus je nach Schwangerschaftswoche des Kaiserschnitts zwischen 2800 und 3300 Euro, wie die Krankenhausgesellschaft auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt. Bei diesen Berechnungen seien die aktuellen gesetzlichen Reglungen hinsichtlich der Ausgliederung des Pflegebudgets aber nicht berücksichtigt.

Der rein wirtschaftliche Aspekt könne laut Kplus aber nicht entscheidend sein. „An die Geburtshilfe ist auch die Gynäkologie angeschlossen, und dann müsste diese auch schließen. Die Geburtshilfe müsse aber als Gesamtkonstrukt funktionieren. „Das ist auch gut fürs Image“, weiß Tschirner. Denn wer beispielsweise positive Erfahrungen bei der Geburt im Krankenhaus mache und dort gut versorgt werde, der komme bei anderen Krankheiten zurück, oder empfehle das Krankenhaus weiter.

Ein Ziel der geburtshilflichen Abteilung in Hilden ist es, die Geburt so sanft und sicher zu machen wie möglich. Das geschieht durch drei freundlich eingerichtete und vollklimatisierte Entbindungsräume, die mit moderner Technik ausgestattet sind.

„Wir haben viele langjährige Hebammen und sind gut abgedeckt“, erklärt Tschirner. Bislang sei es gelungen, den Kreißsaal an allen Tagen rund um die Uhr mit Hebammen aus dem Team zu besetzen. Anders sehe es in anderen Krankenhäusern aus. Der Kreißsaal des Leverkusener Klinikums beispielsweise hatte im Dezember für einige Tage wegen akuten Hebammenmangels und Krankheitsfällen schließen müssen. Auch wenn die Personalsituation in Hilden nicht so angespannt scheint, wird auch hier noch Verstärkung für das Hebammen-Team gesucht.

Aber auch die Betreuung vor und nach der Schwangerschaft ist ein weiterer wichtiger Faktor warum sich Paare für eine Entbindung in Hilden entscheiden. Dazu trägt die Elternschule am St.-Josefs-Krankenhaus bei. Neben den Kursen zur Geburtsvorbereitung und der Rückbildung, gibt es auch Kurse, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden wie beispielsweise Yoga, Fit im ersten Jahr oder die Säuglingsreanimation. Die werdenden Eltern kommen laut Kplus in erster Linie aus dem Südkreis Mettmann und dem näheren Umland.