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Haan: Königstraße vor dem Ausbau

Haan : Königstraße vor dem Ausbau

Das Tiefbauamt hat eine Sanierung des Abschnittes zwischen Kaiserstraße und Karl-August-Jung-Platz für den Haushalt 2012 angemeldet. Dieker- oder Schillerstraße sollen erst später erneuert werden. Für den Verlängerung der Niederbergischen Allee fehlt noch das Baurecht.

Das Haaner Straßennetz verliert weiter an Wert. Auch wenn die Bismarck-, die Wilhelm- und die Eisenbahnstraße in den letzten Jahren von Grund auf erneuert wurden, so kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schäden in weiten Teilen immer größer werden. Für den Haushaltsplan 2012 hat Tiefbauamtsleiter Guido Mering eine Grundsanierung der Königstraße angemeldet. Zwischen Kaiserstraße und Karl-August-Jung-Platz sollen Fahrbahn und Nebenanlagen erneuert werden.

Investitionen zum Werterhalt

Nach dem Neubau des Schulhauses an der Dieker Straße sei zunächst daran gedacht worden, den Abschnitt zwischen Kreisverkehr und Neuer Markt zu sanieren, erläuterte Mering. In Gesprächen auch mit dem Betriebshof, der sich um die Straßenunterhaltung kümmert, sei aber deutlich geworden, dass die Königstraße viel dringlicher überarbeitet werden müsse. Dabei war deren Sanierung in der Finanzplanung im Vorjahr noch für 2014/2015 eingeplant gewesen. 350 000 Euro waren im Etat notiert.

Der aktuelle Vorschlag des Tiefbauamtes wird im Rahmen der Etatberatungen zur Diskussion stehen. Die Politik könne sich überlegen, ob sie die vorgelegte Prioritätenliste wie vorgeschlagen abarbeiten oder sie verändern wolle, umriss der Tiefbauamtsleiter die Möglichkeiten. Die Verwaltung werde der Politik Vorentwürfe zum Ausbau vorlegen und dann die Anwohner zu den Plänen anhören. Bei den Ausbauprojekten Wilhelm- und Bismarckstraße hatten die Anlieger kleinere Planänderungen angeregt.

Vor fünf Jahren hatte der damalige Technische Beigeordnete Matthias Buckesfeld gemahnt, dass Jahr für Jahr 970 000 Euro in das Haaner Straßennetz investiert werden müssten, damit der Wert erhalten bleibe. In vielen Fällen verhindere eine frühzeitige Sanierung teure Folgeschäden und verlängere so die Haltbarkeit.

Damals war auch entschieden worden, den längst überfälligen Ausbau der Schillerstraße zurückzustellen, um nicht Schäden an der neuen Straße durch den Bau des Windhövelcenters zu riskieren. Ob, wann und in welcher Form das Einkaufszentrum verwirklicht wird, ist nach dem zweiten Scheitern des Bebauungsplanes vor dem Oberverwaltungsgericht Münster offen. Die Anwohner der Schillerstraße werden sich wohl noch eine Weile mit dem desolaten Zustand der Fahrbahn vor ihren Grundstücken abfinden müssen. Und auch die Straßenbauer im Rathaus wissen, dass jeder Euro, der in Flickarbeiten fließt, letztlich verlorenes Geld ist.

Das nächste große Straßenbauprojekt wird die Verlängerung der Niederbergischen Allee als Erschließung für den zweiten Bauabschnitt des Technologieparks sein. Allerdings ist für dieses Vorhaben erst einmal Baurecht nötig. Das Bebauungsplan-Verfahren könnte Ende 2012 abgeschlossen sein.

(RP)