11. Hildener Kneipentour Gute Stimmung bei Fans, Bands und Gastwirten

Hilden · Auch die 11. Auflage des beliebten Musikfestivals kam bei den Fans super an, die Mischung in den Kneipen stimmte auch diesmal wieder.

Diese Bands machten die Kneipen zu Musiktempeln​
7 Bilder

Diese Bands machten die Kneipen zu Musiktempeln

7 Bilder
Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Die Stimmung war ausgelassen, die Kneipen waren gut gefüllt. Besucher genossen Bier, Pizza und andere Leckereien und freuten sich über einen Abend voller Livemusik. Bei freundschaftlichem Beisammensein wurde gegessen, getrunken, gelacht, aber vor allem gesungen und gefeiert. Viel zu tun also für die Kellnerinnen und Kellner der 14 Hildener Kneipen, die dieses Jahr bei der 11. Ausgabe der Hildener Kneipentour mitmachten.

Das Konzept ist altbekannt und schon längst Tradition: Mit einem Eintrittsbändchen kommen Besucher in jede teilnehmende Kneipe und können so oft die Location wechseln, wie sie wollen. Das Bändchen für die Kneipentour kostet einmalig zehn Euro und garantiert einen Abend voller Musik und guter Laune.

Für so einen schönen Abend gibt man gerne mal zehn Euro aus, da waren sich Jörg und Sabine Mifka einig. Die beiden Hildener sind eingefleischte Kneipentour-Besucher, denn schon seit der ersten Tour vor 14 Jahren waren sie jedes Mal dabei. „Es ist endlich mal was los in Hilden, man trifft wieder Leute und geht vor die Tür“ berichtete Sabine Mifka. Besonders nach der dreijährigen Coronapause freute sich das Ehepaar, dass die musikalische Wandernacht endlich wieder stattfinden konnte.

Vor allem die bunte Mischung der verschiedenen Bands ist für die beiden ein Grund, jedes Jahr wieder zu kommen. Von Rock, Pop und Schlager bis hin zu Musicalhits war alles dabei. Auch Tour-Neulinge waren vollauf begeistert. Linda Seifert etwa war zusammen mit fünf Freundinnen das erste Mal bei der Partynacht dabei, und fühlte sich schon in Kneipe Nummer 1 richtig wohl: „Ich kenne die Lieder, die Stimmung ist ausgelassen und es macht einfach Spaß.“ Darum wollten die Freundinnen allen 14 Kneipen einen Besuch abstatten. Anders das Ehepaar Wilhelm: Die beiden hatten sich aufgrund des Musikprogramms fünf Kneipen ausgesucht, die sie besuchen wollten.

 Das Duo „Pik As“ hatte sich im „Hochhaus“ gemütlich eingerichtet und gab Song auf Song zum Besten.

Das Duo „Pik As“ hatte sich im „Hochhaus“ gemütlich eingerichtet und gab Song auf Song zum Besten.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

An so einem Abend müssen die Musikerinnen und Musiker wohl oder übel mit reichlich Bewegung im Publikum rechnen. Das machte den meisten aber wenig aus: „Wenn es voll ist, merkt man gar nicht, wer kommt und wer geht“, berichtete Roger Schüller, Sänger und Gitarrist der Band Koloss. Er und seine beiden Bandkollegen freuen sich jedes Jahr darauf, wieder bei der Kneipentour aufzutreten. Das Publikum sei motiviert und aufgeschlossen, weil die meisten die Bands eben noch nicht kennen und sich auf einen Abend voll Neuem freuen würden. Aber es habe diesmal auch wieder viele bekannte Gesichter gegeben, sagte Roger Schüller. Insgesamt war Koloss schon zum sechsten Mal dabei, und jedes Jahr spielten sie bisher im Café New York. Ebenfalls so ein Dreamteam sind die Band Sixtream und das Café Extrablatt. Denn auch dieses Duo gab es schon zum zweiten Mal, und wenn es nach Sänger Frank geht, bleibt das auch die nächsten Jahre so.  Das Fazit des Abends war eindeutig: Trotz des allgemeinen Rückgangs bei Besucher- und Kneipentour-Teilnehmerzahlen war die Stimmung gut wie immer. Viele Gäste äußerten die Hoffnung, dass durch diese Aktion regelmäßiger Bands in den Hildnener Kneipen auftreten. Und natürlich, dass der sonst kultige Shuttle-Bus, der dieses Jahr wegen Corona ausfallen musste, nächstes Jahr wieder mit dabei ist.