Hilden: Klimagipfel fasziniert Kollegklasse

Hilden: Klimagipfel fasziniert Kollegklasse

Schüler des Berufskollegs Hilden waren in Bonn dabei - und berichten von ihren Erkenntnissen.

Die Weltklimakonferenz in Bonn haben Schüler des Berufskollegs als Chance genutzt, in unmittelbarer Nähe einen so wichtigen Klimagipfel zu besuchen. Die Schüler der ITB 71 (Auszubildende zu Informations- und Systemkaufmann und Systemintegratoren) waren dabei. Die Anreise war nicht so einfach, weil der Konferenzbereich weiträumig abgesperrt war und die Bahnen mit Ausfällen und Umleitungen zu kämpfen hatten, berichten die Teilnehmer. Dennoch gelang es allen, pünktlich am Climate Planet, einem riesigen begehbaren Erdballon, einzutreffen.

Die Teilnehmer aus mehr als 190 Ländern wollten bei der UN-Konferenz bis zum 17. November über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beraten. Das Abkommen von 2015 zielt darauf, die Erderwärmung auf 1,5 bis zwei Grad zu begrenzen. Die Präsidentschaft der Konferenz lag diesmal bei den Fidschi-Inseln, einem der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Staaten der Welt.

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Im Climate Planet fanden speziell für Schulklassen während der Klimakonferenz Filmvorführungen, Diskussionsrunden und eine Ausstellung zum Klimawandel statt. Nach einem kurzen Eingangscheck wurde ein eindrucksvoller Film über den Klimawandel auf einer Weltkugel und parallel an Wandprojektoren gezeigt. Der etwa 45 minütige Film gab sehr kompakt einen Überblick über die Veränderungen des Klimas und seine Auswirkungen auf den Menschen, die Tiere und die Pflanzen. Die anschließende Diskussion wurde von André Gatzke moderiert. Es wurden Fragen zum Film aber auch zu eigenen Verhaltensänderungen diskutiert, um den Klimawandel zu verlangsamen. "Dem Moderator gelang es dabei auf sehr unterhaltsame Weise, die Beiträge und Anregungen der altersmäßig weit gestreuten Teilnehmergruppe zu bündeln", schreibt Anette Schellenberg aus der ITB71 auf der Homepage des Berufskollegs: Sie war mit Abstand die älteste Klasse. Abschließend bestand die Möglichkeit, eine rund um die innere Erdkugel aufgebaute Ausstellung zu besuchen. Die Klasse hat sich hier dem Thema Migration und Klima gewidmet. Es wurde deutlich, dass ausgelöst durch die Klimaveränderungen große Migrationsströme in den betroffenen Ländern und Kontinenten unterwegs sind. Es wird über internationale Projekte versucht, die Lebensbedingungen in diesen Gebieten zu verbessern. Sie sollen landwirtschaftlich genutzt werden können. Es wurde deutlich, dass der fortschreitende Klimawandel aber noch viel mehr Hilfsmaßnahmen nötig machen wird, da ansonsten die Einwohner der betroffenen Landstriche nichts anderes können, als in Gegenden zu fliehen, die ihnen ein Überleben ermöglichen. "Die Klasse war sich einig, dass wir in Europa, als ein Hauptverursacher der Klimaveränderungen, bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen eine Vorreiterrolle einnehmen sollten", so Schellenberg: "Es war ein aufrüttelnder Besuch auf dem Weltklimagipfel."

(RP)