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Kitaverbund Windrose im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann beginnt am 1. August 2020

Evangelische Kirche : Windrose will Kompass für Kinder sein

Zum 1. August 2020 haben fünf Kirchengemeinden – Erkrath, Hilden, Hochdahl, Mettmann und Linnep - die Trägerschaft ihrer Kindergärten auf ihren Kirchenkreis übertragen. Die elf Kitas im Kirchenkreis Düsseldorf- Mettmann schließen sich unter dem Namen „Windrose“ zusammen.

Damit wollen sie dem enorm gewachsenen pädagogischen, organisatorischen und finanziellen Anforderungen effektiver begegnen können. Sitz der Geschäftsführung ist das Haus des Kirchenkreises in der Goethestraße in Mettmann.

Pfarrer Jürgen Artmann erläuterte, warum dieser Zusammenschluss notwendig und sinnvoll ist. „Früher mussten die Kita-Ausschüsse, Pfarrer und Presbyterien Entscheidungen für jede Einrichtung alleine treffen“ und waren damit in fünf Kirchengemeinden, elf Tagesstätten mit mehr als 150 Mitarbeitern schlicht überfordert. Viele Entscheidungen kamen zu spät. Modernisierung mit Synergieeffekten tut also Not. Deshalb die „Windrose.“

Die Leiterinnen, erfahrene Kräfte mit Potential, verstehen ihre Aufgabe dabei als „Weggefährtinnen sowie Begleiter und nicht Bereiter“, wie bei der Vorstellung des neuen Verbundes deutlich wurde. Diesen hohen pädagogischen Anspruch wollen sie gestalten und werden zukünftig von den beiden Geschäftsführern Nuria Modersitzki für Pädagogik und Ingo Voormann für Finanzen und Organisation unterstützt. Dass bedeutet für die Menschen, die bei „Windrose“ arbeiten, auch Personalsicherheit, denn es gab schon Situationen, dass ein Kindergarten aus der Hand der evangelischen Kirche zurück an die Kommunen ging. „Und das tat weh“, wie die Beteiligten sich erinnern.

Neu aufgestellt will sich die „Windrose“ auch personell weiter verstärken – und sucht engagierte Mitarbeiter. Weder bei den Kindern noch bei den Erziehern ist die Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche zwingende Voraussetzung.

„Der Leitgedanke, dass jeder Mensch wertvoll ist, steht zu oberst.“ Die Kinder sollen in allen Lebensbereichen, in sozialen, sprachlichen, naturwissenschaftlichen und technischen sowie religiösen Bereichen gefördert werden, sie sollen den Mut entwickeln, jede Frage zu stellen und werden von den Erziehern auf dem Weg nach Antworten begleitet. In den vergangenen 200 Jahren hat sich der Begriff „Kindergarten“ von der Bewahranstalt zur heutigen pädagogischen Kita entwickelt. Wobei die evangelische Kirche eine gravierende Rolle spielte, wie Jürgen Artmann erinnerte: „Die Gründung von Kindergärten ist aus den Reihen der evangelischen Kirche entstanden.“ Und die einstige Erkenntnis des Lehrers und Erziehers Friedrich Fröbel hat ihre Gültigkeit nicht verloren, nämlich dass Kinder beim Spielen lernen.

Ein Gedanke, den auch Martina Höstrey, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Erkrath, in einem Statement aufgreift: „Wir sind heute offen und zuversichtlich, dass unsere Kita-Zukunft im neuen Verbund und mit unserer Geschäftsführung gut und souverän aufgestellt ist.“