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Kindheit im Rheinland: Neues Buch hilft Tafeln in Hilden und Haan

Hilfe für die Tafeln in Hilden und Haan : „Kindheit im Rheinland“ erinnert an frühere Zeiten

Zwei Frauen erzählen von ihrer Kindheit im Rheinland, die geprägt war vom Zweiten Weltkrieg, Hunger und Angst. Mit dem Buch sollen aber auch aktuelle Probleme angesprochen werden.

Viele Menschen in Deutschland erleben gerade die viel zitierte Zeitenwende: Krieg in der Ukraine, Gasmangel und die Inflation. Eine Krise, wie es sie lange nicht mehr gab. Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges haben nun ihre Erinnerungen aus früheren Zeiten niedergeschrieben. Erinnerungen die mehr als 80 Jahre zurückliegen, aber heute eine gewisse Aktualität haben, wobei die Situation in Deutschland nicht mit einem Weltkrieg vergleichbar ist. Daraus ist ein Taschenbuch entstanden. Mit diesem können Käufer die Hildener Tafel und die Haaner Tafel unterstützen, denn jedes Buch trägt dazu bei, dass die Tafeln einen Euro vom Verkauf bekommen.

Zwei Hildener Mädchen erzählen über ihre Kindheit im Rheinland der1930er Jahren. Sie erzählen über ihren Kinderalltag, die Jugendzeit, von Spaß und Spiel, aber auch von Sorgen und Nöten. Es sind Erinnerungen an Kriegszeiten sowie Erzählungen aus der Nachkriegszeit. Marianne von Glan und Anne Swienty sind diese beiden „Mädchen“. 1935 bzw. 1936 geboren, lernten sie sich im Kindergarten kennen.

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Der Zweite Weltkrieg bestimmte ihre Kindheit. Teilweise mussten sie die Nächte und später auch die Tage im Keller verbringen, um zu überleben, wenn die Stadt bombardiert wurde. Das ist heute schwer vorstellbar, wie die Tatsache, dass Menschen gezwungen waren bei den Landwirten im Umland nach Lebensmitteln zu fragen und Schmuck gegen Butter und Kartoffeln einzutauschen.

Hier einige Originalzeilen aus dem Buch: „Der Krieg und die unablässigen Luftangriffe hinterließen überall ihre Spuren. Die Außenwände der Häuser hatten Löcher von Granatsplittern und natürlich gingen überall die Fenster und die Schaufensterscheiben zu Bruch. Es waren kalte Winter damals und wenn das Heizmaterial das es auch nur auf Bezugsschein gab, aufgebraucht war (was schnell ging), wenn dann auch alle nicht benötigten Kisten, Kästen und sogar Möbel verfeuert waren, hatten wir eigentlich nur noch die Möglichkeit in die Betten zu kriechen und uns warmzuzittern.“

Deutliche Worte, die für den Großteil der deutschen Bevölkerung heute fast unvorstellbar sind. Die beiden Autorinnen schildern weiter, wie schwer es damals war, genügend Lebensmittel zu erhalten. „Jeder erhielt nur das Minimum, um das Überleben zu sichern“, heißt es in dem Buch. So habe man beispielsweise nur 20 Gramm Butter, kleine Mengen Mehl, Zucker und Milch erhalten. Auch heute sind viele Menschen wieder in einer Notlage. Auch mit dem Buchkauf, könne man sie unterstützen.

Das Buch kann man zum Preis von 12,90 Euro in der Hildener Thalia Buchhandlung, Mittelstraße, und bei der Buchhandlung Rüger, Kaiserstraße 43 (Haan), kaufen.