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Hilden: Kinder wollen Kletter-Turm mit Dach

Hilden : Kinder wollen Kletter-Turm mit Dach

Hildener Kinder haben die Spielgeräte für den Spielplatz Topsweg ausgewählt. Bereits im Herbst soll das neue Klettergerüst stehen.

Soll es ein Kletterturm mit oder ohne Dach sein? Eine Hänge- oder eine Schlaufenbrücke oder vielleicht doch lieber das Modell mit dem Kettensteg? Am Spielmobil hingen gestern Skizzen der einzelnen Kletterelemente. Die Mitglieder des Kinderparlaments und Anwohnerkinder des Spielplatzes Topsweg hatten die Qual der Wahl und vergaben Klebepunkte. Jedes Kind drei Punkte. Eine Oma stellte sich vergeblich zur Abstimmung an. "Ich wollte für meine Enkel abstimmen, aber ich durfte nicht, denn ich bin ja unübersehbar schon erwachsen", sagt die grauhaarige Frau lachend.

Mit großer Mehrheit haben die "Abstimmungsberechtigten" den Kletterturm mit Dach zu ihrem Liebling gewählt. Der 13-jährige Robin kann das erklären: "Der frühere Turm hatte auch ein Dach und der war toll." Außerdem hat sich der Junge für eine Rutsche und eine Seilhängebrücke ausgesprochen. Robin ist Mitglied im Kinderparlament und froh, dass die Kinder gefragt werden.

200 000 Euro investiert die Stadt Hilden dieses Jahr in neue Spielgeräte für die städtischen Spielplätze. Die alte Anlage am Topsweg mit Türmen, Wackelbrücken und Rutsche war nicht mehr sicher und musste deshalb im vergangenen September abgebaut werden. Das war ein Schock für die Anwohner. Die 18-jährige Spielplatzpatin Stella Söffler kann es bis heute nicht fassen, dass die alte Anlage nicht mehr steht. "Da habe ich früher gespielt und dann haben die die abgerissen,einen Tag, bevor das Spielmobil kam."

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"Die Klettergerüste waren Schrott und dem Ansturm vieler Kinder nicht mehr gewachsen," kommentiert Achim Hendrichs, Sachgebietsleiter Grünflächen bei der Stadt Hilden. "Irgendwann lohnt es sich nicht mehr, Kaputtes zu reparieren." Jetzt stellt die Stadt 32000 Euro für neue Spielgeräte bereit – das ist eine der größten Investitionen in diesem Bereich und in diesem Jahr.

"Die Spielplatzpaten, vor allem die Familien Goerz-Solinus und Söffler, haben sich mit einer Unterschriftensammlung in der Nachbarschaft für den schnellen Ersatz des Klettergerüsts eingesetzt und dabei auch noch 300 Euro für den Spielplatz gesammelt", berichtet Mike Dörflinger, Spielplatzbeauftragter der Stadt, und lobt: "Eine beispielhafte Initiative, die zeigt, dass Anwohner und deren Kinder sich für ihren Sozialraum und den dazugehörigen Spielplatz einsetzen." Die Stadtverwaltung und der Stadtrat hätten sich nicht lange bitten lassen und die Initiative der Eltern unterstützt. "Wir werden alles tun, damit das neue Gerät noch in diesem Jahr kommt", verspricht Dörflinger.

Erneuert werden außerdem Geräte in den Kindergärten Walter-Wiederhold-Straße und Lortzingstraße . Im ersten Fall geht es um die Doppelschaukel, das Holzschiff und die Spielkombination, deren Abbau und Neuanschaffung 35000 Euro kosten. Im zweiten Fall belaufen sich die Kosten auf 6600 Euro. An der Schule Beethovenstraße werden für 11200 Euro Reckstangen, Fallschutz und Spielhäuser erneuert.

(RP/rl)